Dietmar Woidke setzt auf Zusammenhalt der neuen Brandenburg-Koalition

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) betont anlässlich der Vereidigung des neuen Kabinetts, dass das gemeinsame Handeln zwischen SPD und CDU im Mittelpunkt stehen wird.

heute 11:27 Uhr | 4 mal gelesen

Woidke klingt diesmal nach Aufbruch, aber auch ein wenig nach vorsichtiger Hoffnung. Im Gespräch mit dem RBB-Inforadio hob er am Mittwoch hervor: "Es geht darum, dass wir uns gemeinsam als Team verstehen – das ist das Entscheidende diesmal." Natürlich knirscht und quietscht es ab und zu hinter den Kulissen. Unterschiedliche Meinungen gehören zu einer Koalition einfach dazu, alles andere wäre wohl eine Utopie. Entscheidend ist für ihn aber, dass am Ende Lösungen im Sinne der Bürger gefunden werden. Seine Erfahrung zeigt: Gerade im Land Brandenburg fiel es in den vergangenen Jahren schwer, dieses Vertrauen herzustellen, egal ob auf Landes- oder Bundesebene. Und diese Vertrauenslücke zu schließen, darin sieht er persönlich die große Aufgabe. Kurz aufblitzen ließ er dabei auch Selbstbewusstsein: Warum er sich keiner Vertrauensabstimmung stelle? Weil er glaubt, dass die Koalition hinter ihm steht – auch in den kommenden Debatten, die gewiss nicht leicht werden. Erst, wenn das wackelt, wäre die Vertrauensfrage ein Thema, so Woidke. Er ließ durchblicken, dass die Opposition über das Instrument des konstruktiven Misstrauensvotums verfüge, falls wirklich Zweifel an seiner Führungsrolle aufkämen. "Aber das bleibt mir überlassen. Bis dahin machen wir unseren Job."

Ministerpräsident Dietmar Woidke betont nach der Vereidigung des neuen Kabinetts in Brandenburg die Wichtigkeit eines kooperativen Kurses zwischen SPD und CDU. Er sieht die Wiederherstellung des Vertrauens in die Handlungsfähigkeit demokratischer Parteien als größte Herausforderung und verweist auf die Möglichkeit des konstruktiven Misstrauensvotums bei Zweifeln an seiner Führung. Seit der letzten Landtagswahl 2019 haben sich die politischen Kräfteverhältnisse in Brandenburg verschoben, sodass pragmatisches Bündnisverhalten wichtiger geworden ist, um stabile Regierungen zu ermöglichen. Aktuell steht die neue Koalition laut Medienberichten unter besonderer Beobachtung, weil der politische Druck durch erstarkende AfD und gesellschaftliche Polarisierung weiter zunimmt. In ähnlichen Koalitionen in anderen Bundesländern zeigte sich, dass gegenseitiges Vertrauen und klare Kommunikation entscheidend für die Bewältigung von Krisen und gesellschaftlichen Herausforderungen sind.

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