Omid Nouripour, Vorsitzender der Grünen, wehrt sich gegen die Idee, dass die Bundesregierung politisch vom möglichen WM-Erfolg der deutschen Nationalmannschaft profitieren könnte. Er betont, dass die Bürger weiterhin von der Politik die Lösung virulenter Probleme erwarten – der sportliche Glanz überdecke diese Forderungen nicht. Tatsächlich ist die öffentliche Stimmung in Deutschland gegenüber der Bundesregierung aktuell angespannt: Energiekrise, Haushaltsstreitigkeiten und die Migrationsdebatte liegen schwer im Raum, wie verschiedene Medienhäuser berichten. In aktuellen Artikeln etwa wird deutlich, dass ein sportliches Hoch kaum ausreicht, um das gesunkene Vertrauen in die Politik aufzupolieren – allzu groß ist die Skepsis, dass ein vorübergehender Hype nachhaltige Veränderungen bringt. Selbst nach den Erfahrungen der WM 2006 blieb der bittere Nachgeschmack in Sachen Politik bestehen: Euphorie kann weit tragen, aber nicht bis zum Kabinettstisch.