Grit Tüngler übernimmt das Ruder des BBK

Grit Tüngler wird auf Vorschlag von Bundesinnenminister Dobrindt neue Präsidentin des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe – ein Wechsel an der Spitze in bewegten Zeiten.

heute 12:16 Uhr | 3 mal gelesen

Viel Wirbel ums BBK: Ab 1. April 2026 bekommt das Amt mal wieder einen Führungswechsel – diesmal ist es Grit Tüngler, Juristin mit Verwaltungserfahrung, die auf den Chefsessel rückt. Das Innenministerium verpackte die Ankündigung am Mittwoch wie gewohnt in wohlklingende Floskeln: Bevölkerungsschutz, so das Mantra von Minister Dobrindt, sei Rückgrat unserer Sicherheitsarchitektur. Angesichts der aktuellen Lage – von extremen Unwettern bis hin zu Cyberangriffen – müsse das BBK nicht nur modern, sondern auch echt robust und zupackend sein. Tüngler selbst gab sich kämpferisch und realistisch zugleich: Die Herausforderungen nehmen zu, sei es durch klimatische Extreme, hybride Bedrohungen oder den ganz normalen Wahnsinn im föderalen System. Ihr Ziel klinge zunächst wie aus dem Hochglanzprospekt, hat aber Substanz – die Katastrophenvorsorge und Reaktion in Deutschland besser aufstellen, schneller, schlauer und koordinierter. Und sie weiß, wie der Hase läuft: Über 20 Jahre im Verwaltungsdschungel, zuletzt verantwortlich für Luftsicherheit im Verkehrsministerium, davor Schifffahrt und Hydrographie. Solider Stallgeruch, sagen die einen. Oder doch frischer Wind?

Grit Tüngler rückt 2026 an die Spitze des BBK, um das Bundesamt durch Zeiten wachsender Herausforderungen zu führen – von Klimawandelrisiken bis hin zu hybriden Bedrohungen wie Desinformation. Ihre Berufung folgt auf Kritik an der bisherigen Krisenkoordination auf Bundesebene, die zuletzt wegen Hochwassern und Flutereignissen in die Schlagzeilen geriet. In aktuellen Berichten wird deutlich, dass der Bevölkerungsschutz mehr denn je vor einem Kraftakt steht: Das Zusammenspiel von Bund, Ländern und Kommunen muss effektiver funktionieren, gerade auch im Lichte jüngster Extremwetter-Ereignisse und wachsender Cybergefahren. Tünglers Berufung ist deshalb auch Signal für Reformen und eine stärkere Einbindung digitaler Lösungen in der Notfallvorsorge.

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