Blutige Schüsse auf Moschee in San Diego – Drei Menschenleben gefordert

In San Diego, Kalifornien, kam es am Montagmittag zu einem dramatischen Angriff auf eine Moschee. Mehrere Menschen ließen dabei ihr Leben.

18.05.26 23:54 Uhr | 3 mal gelesen

Was Anfang der Woche im Viertel Clairemont (San Diego) geschah, klingt wie ein schon fast surrealer Albtraum: Laut Polizei sind drei Menschen bei einem Angriff auf das 'Islamic Center of San Diego' ums Leben gekommen. Es waren gerade einmal vier Minuten vergangen, als das erste Einsatzteam nach einem panischen Notruf ankam – da war allerdings bereits alles vorbei; die drei Erwachsenen, darunter auch ein Moschee-Sicherheitsmann, waren tot. Kurios oder entsetzlich (je nachdem, wie man das fasst): Wenig später wurden die beiden Tatverdächtigen – sie waren gerade mal 17 und 19 Jahre alt – ebenfalls tot in ihrem Auto nicht weit entfernt gefunden. Die Behörden gehen offenbar davon aus, dass es sich um Suizid handelte. Mittlerweile ist bekannt, dass der erwähnte Wachmann womöglich mit seiner Gegenwehr dafür sorgte, dass nicht noch weitere Menschen sterben mussten. Ganz ausgestanden war der Schrecken aber offenbar nicht damit, denn in der Nähe gab es noch weitere Schüsse – glücklicherweise blieb dort aber niemand verletzt. Es fällt schwer, bei solchen Vorfällen nicht ins Grübeln zu kommen, wie es soweit kommen kann. Immerhin: Die Polizei versucht, die Lage transparent aufzuklären. Perfekt ist das alles nicht, aber manchmal geht Realitätsbewältigung eben nicht in klaren Linien.

Ein Angriff auf die San Diegoer Moschee hat drei Todesopfer gefordert; unter den Opfern befindet sich auch ein Sicherheitsbeamter, der vermutlich Schlimmeres verhinderte. Die beiden mutmaßlichen Schützen, beide noch Jugendliche, richteten sich nach dem Angriff vermutlich selbst. Über die Hintergründe der Tat gibt es nach wie vor keine klaren Informationen, doch die Ermittlungen laufen weiter. – Inzwischen wird verstärkt über den Schutz religiöser Einrichtungen und die Wurzeln solcher Gewalt in US-amerikanischen Communities diskutiert. Aus mehreren Quellen geht außerdem hervor, dass die Behörden die Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinden intensivieren, um bei ähnlichen Vorfällen schneller reagieren zu können. Die US-Gesellschaft bleibt nach Attacken wie diesen tief verunsichert, was sich auch in zahlreichen kritischen Kommentaren in sozialen Medien widerspiegelt.

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