Manchmal fühlt sich das Thema Rente wie ein endloser Clou an: Immer wieder wird debattiert, Kommissionen werden ins Leben gerufen, doch viel verändert sich im Alltag der Menschen selten spürbar. Nun aber machen bekannte CDU-Politiker wie Pascal Reddig, der in der Reformkommission sitzt, klar, dass ernsthafte Reformschritte schon 2024 folgen müssten. Der Zeitpunkt sei gekommen, die Ergebnisse der Rentenkommission – die ihrer Arbeit laut Reddig recht fix nachgeht – rasch in Gesetzesvorschläge umzuwandeln. Besonders dränge er darauf, die betriebliche sowie private Altersvorsorge endlich aus ihrem Dornröschenschlaf zu wecken: Mehr Eigenverantwortung solle mit passenden Angeboten gefördert werden. Johannes Winkel von der Jungen Union spricht ziemlich unverblümt aus, was viele umtreibt: In wenigen Jahren, spätestens wenn die große Boomer-Kohorte aus dem Jobleben verschwindet, wird das bisherige Umlagesystem stark ins Wanken geraten. Mutige Reformen seien nötig, das betone auch der Kanzler mit Plänen für eine breitere Gewinnbeteiligung am deutschen Wirtschaftsaufschwung. Winkel wundert sich offen, warum Beschäftigte bei uns nicht direkt in Firmengewinne eingebunden werden – warum sollten nur institutionelle Anleger profitieren? Drängend klingt auch Marc Biadacz, der für die Sozialpolitik der Union spricht und ankündigt, die Kommission werde schon bis Sommer ganz konkrete Vorschläge für eine zweite Rentenreform vorlegen. Deren Umsetzung solle schleunigst noch 2024 beginnen und den Fokus besonders auf nachhaltige Finanzierung und Gerechtigkeit über alle Generationen hinweg setzen. Details gäbe es viele, sagt Biadacz, entscheidend sei aber, dass endlich etwas bewegt werde – nicht morgen, sondern möglichst sofort.
Führende CDU-Politiker sind sich einig: Die aktuelle Rentenstruktur reicht für kommende Herausforderungen nicht mehr aus. Mit den absehbaren Renteneintritten der Babyboomer droht dem Umlagesystem eine gefährliche Schieflage. Die CDU will dem mit einer raschen, breit angelegten Reform begegnen, die betriebliche und private Vorsorgemodelle ins Zentrum rückt – Alternativen, denen seit Langem zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Auch die Idee, Arbeitnehmer stärker an Börsen- und Unternehmensgewinnen zu beteiligen, spielt in der Debatte eine auffallend prominente Rolle. Aus neueren Berichten geht hervor, dass der Handlungsdruck größer wird: Die Wirtschaftslage und die demographische Entwicklung drohen das Rentensystem zu überfordern, wie jüngst diverse Medien berichten. Zudem haben Gespräche auf der Plattform "Deutschlands Zukunft Renten" klargemacht, dass breite Bevölkerungsteile wenig Vertrauen in eine sichere Altersversorgung haben und staatliche Garantien nicht mehr ausreichen. Experten fordern zunehmend ein flexibleres Arbeits- und Rentenmodell sowie mehr internationale Diversifizierung der Vorsorgeanlagen.