Es ist schon bemerkenswert, wie beharrlich Schindler auf Kurs bleibt: Drei Mal hintereinander gibt es für den Aufzugs- und Fahrtreppenhersteller die Bestnote A im weltweit beachteten Nachhaltigkeitsrating des Carbon Disclosure Project. Gerade heute, wo Standards für Transparenz und Klimaverantwortung immer anspruchsvoller werden, ist diese Kontinuität alles andere als selbstverständlich. Mir fällt dabei auf, dass Schindler es schafft, selbst zwischen Kostendruck und zunehmender regulatorischer Kontrolle den roten Faden der Nachhaltigkeit nicht zu verlieren. Kern der Strategie: Mit stringenten Maßnahmen wie der Elektrifizierung der Fahrzeugflotte und schlankeren Mobilitätskonzepten (ja, auch E-Lastenräder für die Techniker!) gelingt es, ökologische Verantwortung alltagstauglich werden zu lassen. Hinzu kommt: Der sogenannte "Green Service" reduziert den CO2-Fußabdruck in der Aufzugswartung beinahe auf Null – von solchen Initiativen hört man im Branchenumfeld noch allzu selten. Und sie bleiben dran: Photovoltaik auf den Dächern, energiesparsame Gebäude, das Ganze garniert mit weiteren Plänen, die eigenen Produkte noch grüner zu machen. Dr. Hendrik Reffken bringt’s auf den Punkt: Die A-Note schmeichelt, aber sie verpflichtet eben auch zum Weitermachen. Bei all dem merkt man: Nachhaltigkeit ist bei Schindler kein Marketing-Gimmick, sondern Handlungsmaxime auf mehreren Ebenen. Ach ja, falls es untergeht: Das CDP-Rating deckt ab, wie systematisch Unternehmen Klimaschutz angehen – 2025 schafften es nur 877 von über 22.100 bewerteten Unternehmen in diese Spitzengruppe. Die Latte liegt also ziemlich hoch.
Schindler sichert sich zum dritten Mal in Folge die A-Bewertung im CDP-Rating und unterstreicht damit seinen Führungsanspruch in Sachen Nachhaltigkeit in der Branche. Die Mischung aus praktischen Maßnahmen wie E-Fahrzeugflotten und Innovationen wie dem CO2-armen Service zeigen: Es bleibt nicht beim Lippenbekenntnis. Laut aktueller Berichte aus DW und Zeit investieren Unternehmen branchenübergreifend immer stärker in den Ausbau nachhaltiger Infrastruktur und transparente, klimabezogene Berichtspflichten, wobei vor allem der Wechsel zu erneuerbaren Energiequellen und die Einbindung von Lieferketten-Partnern als Trend hervortreten. Das Streben nach klimaneutralen Prozessen wird durch verschärfte EU-Vorgaben wie die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) weiter befeuert. Auch kritische Stimmen regen an, dass Nachhaltigkeit glaubwürdiger sei, wenn nicht nur eigene Maßnahmen, sondern vor allem die Verantwortung für Zulieferer-Märkte und Ressourcenverbrauch transparent gemacht würden. Schindler bewegt sich in diesem Umfeld also in die richtige Richtung, bleibt jedoch – wie viele andere Branchengrößen – gefordert, das Tempo hochzuhalten und eventuell noch weiter über den Tellerrand zu blicken.