Das Europäische Parlament hat beschlossen, schärfere Regelungen für Agrarimporte aus den Mercosur-Staaten (Brasilien, Argentinien, Uruguay, Paraguay) einzuführen, um eventuelle Risiken für europäische Landwirte abzufedern. Das neue Schutzsystem reagiert nicht nur auf starke Importanstiege sensibler Produkte, sondern legt auch objektive Kriterien wie Preisabfall im Vergleich zum EU-Binnenmarkt fest. Während Bauernverbände mehr Schutz und eine klare Begrenzung der Mercosur-Importe fordern, sehen Industrielobbyisten und Mercosur-Staaten in den Maßnahmen eher Handelshemmnisse für kommende Abkommen. — Aktuelle Analysen betonen zudem, dass die Debatte um Mercosur-Schutzklauseln nicht losgelöst von globalen Umweltthemen und der Transformation der europäischen Landwirtschaft betrachtet werden kann. Der Widerstand gegen das Mercosur-Abkommen wächst nicht nur in Frankreich, sondern auch in Deutschland, wo insbesondere Umweltorganisationen Risiken für Nachhaltigkeitsziele befürchten.