Völlig überraschend und mit einem Anflug von Euphorie schloss der Dow Jones Industrial Average erstmals über der magischen Grenze von 50.000 Punkten – exakt 50.115,67 Zähler standen zum New Yorker Handelsschluss auf der Tafel, ein durchaus beachtliches Plus von 2,5 Prozent im Vergleich zum Vortag. Auch der S&P 500 zog ordentlich an und endete bei 6.932 Punkten, was einem Zugewinn von 2 Prozent entspricht, während der Nasdaq 100 mit einer noch etwas stärkeren Performance von 2,2 Prozent auf 25.076 Punkte schoss. Vielen an der Wall Street gingen die Superlative nicht aus, manche Analysten sprachen vom lebhaftesten Börsentag seit mehr als sechs Monaten – ein Mix aus Angst vor Kursverlusten und dem Drang nach günstigen Einstiegsgelegenheiten habe die Stimmung beflügelt. Interessanterweise half es wohl auch, dass der Bitcoin nach seinem jüngsten Massaker wieder um zehn Prozent anstieg – für manch einen beruhigend inmitten der üblichen Panikreaktionen. Ach ja, abseits der Aktienmärkte bewegte sich auch anderes: Der Euro zeigte sich am Freitagabend stark und erreichte einen Kurs von 1,1823 US-Dollar, während für einen Dollar umgerechnet 0,8458 Euro gezahlt wurden. Und als hätte Gold einen Rausch: Der Preis für eine Feinunze legte um satte 3,8 Prozent zu, was stolze 4.954 Dollar oder umgerechnet 134,73 Euro je Gramm bedeutete. Der Ölpreis hinkte etwas hinterher, kletterte aber immerhin auf 67,94 Dollar je Fass der Nordsee-Sorte Brent – ein überschaubares Plus von 39 Cent.
Am Freitag haben sich die US-Börsen von ihrer erstaunlich dynamischen Seite gezeigt und neue Rekordmarken gesetzt – allen voran der Dow Jones, der die psychologisch wichtige 50.000er-Hürde förmlich übersprang. Diese Entwicklung ist nicht losgelöst zu betrachten, denn neben typischen „Dip-Käufern“, die die jüngsten Schwächephasen nutzten, sorgte wohl auch die leichte Erholung des Bitcoin für Beruhigung unter den investierten Anlegern. Im größeren Bild spielen weiterhin Erwartungen an Zinssenkungen, Inflationssorgen und die jüngsten Unternehmensmeldungen hinein, wobei Gold als „sicherer Hafen“ nach turbulenten Wochen geradezu explodierte und auch der Euro gegenüber dem Dollar an Boden gewann – ein Signal, dass Investoren aktuell offenbar auf mehrere Pfeiler setzen.
Ergänzend dazu: In den vergangenen 48 Stunden berichteten die meisten großen Medien über schwankende Märkte, die Unsicherheit zwischen Rezessionsangst und Zinsfantasien, aber auch über überraschend robuste Einzelwerte im Technologiesektor. Die Debatte um Inflationsentwicklung und Möglichkeiten der US-Notenbank, mit weitergehenden Zinssenkungen gegenzusteuern, bleibt brandaktuell und wird die kommenden Wochen prägen. Kleine, aber häufig vergessene Randnotiz: Trotz allem Trubel veränderte sich bei Rohstoffen wie Öl das Bild nur moderat, was einen vorsichtigen Optimismus über stabile Realmärkte erkennen lässt.