Bundesliga: Gerechtes 1:1 zwischen Union Berlin und Eintracht Frankfurt

Der Freitagabend brachte in der Bundesliga keinen Sieger hervor: Union Berlin und Eintracht Frankfurt trennten sich nach einer umkämpften Partie mit 1:1.

06.02.26 22:41 Uhr | 5 mal gelesen

Über den Abend lag eine gewisse Anspannung: Für Frankfurt war es die Premiere von ihrem neuen Coach Albert Riera – ein Neuanfang, der spürbar in der Luft lag, aber nicht ganz ohne Kinderkrankheiten ablief. Union seinerseits schleppte die Bürde einer bisher wenig erfolgreichen Rückrunde mit sich herum und schien für einen Heimauftritt fast schon hungrig auf ein Lebenszeichen. Das Spiel selbst begann eher wie ein Schachspiel als wie Fußball: Frankfurt hielt den Ball liebend gerne in den eigenen Reihen, doch echte Highlights? Fehlanzeige. Die Gastgeber von Union reagierten zunächst abwartend, lauerten aber immer wieder auf Fehler und Kontergelegenheiten. Gestört wurde das Ablaufmuster bald durch Pyro-Einlagen der Berliner Fans – was wenig originell, dafür aber umso effektvoller das Spiel entschleunigte und für Diskussionen sorgte. Trotz aller Ballzirkulation von Frankfurt verkam die erste Halbzeit zu einem festen Sitz: Viel Ballstafetten, kaum Risiko, und spätestens am Strafraum war Schluss mit lustig. Ein tiefer Fernschuss von Kemlein sorgte kurz für Herzklopfen, verpuffte aber an Frankfurts Keeper Santos. Übrigens: Eintracht kombinierte gefällig, nur die berühmte letzte Idee fehlte – vielleicht ein Tribut an die noch neue Spielphilosophie. Mit über 70 Prozent Ballbesitz war Gerechtigkeit auf Seiten der Hessen, aber Zählbares sprang vorerst nicht heraus. Nach dem Seitenwechsel schob Frankfurt das Tempo ein Stückchen nach oben und versuchte, mit mehr Mut an den Strafraum zu marschieren. Trotz ein paar gefährlicher Szenen, die Höjlund und Kalimuendo heraufbeschworen, gelang es Berlin, den Deckel draufzuhalten. Nur auf den zweiten Blick geschah auch bei Union gelegentlich etwas, vor allem per Fernschuss oder Ecke. Dann die 84. Minute: Brown trifft endlich für die Eintracht – umgehend gibt's eine Portion Drama, als Frankfurt in Unterzahl gerät und Union einen Elfmeter zugesprochen bekommt. Querfeld bleibt eiskalt, gleicht aus und besiegelt so das Remis, bei dem die Gäste zumindest in der Tabelle etwas gewinnen. Union dagegen stagniert und blickt weiter auf eine Saison voller Fragezeichen.

Union Berlin und Eintracht Frankfurt trennten sich am 21. Spieltag der Bundesliga mit 1:1 – ein Ergebnis, das am Ende beiden Teams nur höchst halbherzig hilft. Frankfurt verbucht mit Neu-Trainer Riera einen ersten Punkt und klettert immerhin auf Rang sieben, tut sich allerdings noch spürbar schwer, echte Durchschlagskraft zu entwickeln. Union bleibt weiter hinter den Erwartungen zurück und hält sich mit Glück und Nervenstärke gerade noch im Tabellenmittelfeld. Ergänzend: Laut aktuellen Medienberichten ist die Stimmung in beiden Lagern nach wie vor angespannt. Frankfurt hofft, dass Rieras taktisches Konzept mittelfristig greift, auch wenn derzeit noch viel an Spielschärfe und Kreativität fehlt – das Fachblatt FAZ hebt dazu Frankfurts mangelnde Tiefe im Angriffsspiel hervor. Union hingegen muss sich mit anhaltender Effizienzkrise auseinandersetzen, was im Spiegel besonders betont wird, sowie mit weiter drohender Abstiegsgefahr, falls die nächsten Spiele ähnlich verlaufen. Mehrere Sportseiten, zum Beispiel die Süddeutsche, werfen auch einen kritischen Blick auf das Sicherheitsproblem rund um die Pyrotechnik im Stadion, das mittlerweile wiederholt für Diskussionen sorgt.

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