Der Weltcup in Willingen gilt als einer der Höhepunkte des Skisprung-Kalenders, nicht allein wegen der sportlichen Leistungen, sondern auch im Hinblick auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung für die Region Upland. Jahr für Jahr locken die Wettkämpfe ein vielschichtiges Publikum an: Lokale Hoteliers atmen auf, Gastronomen fahren Extraschichten, und viele Willinger verbinden mit dem Event mehr als nur sportlichen Glanz – es ist identitätsstiftend, fast wie eine heimliche Jahreszeit. Neu in diesem Jahr: Der Jubiläumscharakter bringt noch mehr Medieninteresse und geballte Tradition auf die Schanze; und natürlich bleibt abzuwarten, wie sich der sportspezifische Fokus auf das nahe Olympia einzahlt. Zusätzlich wurde zuletzt in mehreren Medien über die Nachhaltigkeit von Großveranstaltungen wie diesem diskutiert – Stichwort steigende Übernachtungszahlen versus ökologische Auswirkungen. Ein weiteres Thema, das ins Bewusstsein rückt: Die Bedeutung des Tourismus für strukturschwächere Regionen, deren wirtschaftliches Überleben stark vom Erfolg solch traditionsreicher Events abhängt. Und noch ein Nebenaspekt: Die Preise für Unterkünfte und Gastronomie sind mit der Nachfrage explodiert, was zu teils heftiger Kritik aus Reihen der Stammgäste führte. (Recherchen zeigen, dass Skisprung-Großereignisse heute für viele Gemeinden eine Art Rettungsanker darstellen, während zugleich Sorgen um die Zukunftsfähigkeit solcher Formate unter den Bedingungen des Klimawandels wachsen.)