Dajana Eitberger und Magdalena Matschina: Gemeinsam ins Rodel-Olympiaabenteuer

Cortina wartet auf das Debüt: Am 11. Februar feiert das Damen-Doppelrodeln seine Olympia-Premiere – und Eitberger/Matschina stehen bereit.

heute 11:20 Uhr | 2 mal gelesen

Das erste große Etappenziel haben Dajana Eitberger und Magdalena Matschina bereits hinter sich gelassen: Ihre sichere Olympia-Qualifikation betrachten sie fast wie einen kleinen Sieg, noch bevor es überhaupt richtig losgeht. Wie ironisch das manchmal ist, dass gerade das, was auf dem Papier vielleicht nur eine Formalität aus Trainerperspektive wirkt, für die Athletinnen viel emotionaler aufgeladen sein kann. Eitberger spricht das sogar offen aus: Für sie bedeutet die Teilnahme am Großereignis mindestens so viel, wenn nicht oft mehr, als eine Medaille. Wohl auch, weil der Weg nicht immer gradlinig ist – ein Sturz hier, ein krankheitsbedingter Ausfall da, und schon ist der Traum für andere vorbei. Ihre Erfahrung spielt dabei eine große Rolle: Über Jahre hinweg hat Eitberger mit ihren Rodelerfolgen Spuren hinterlassen, darunter Silber 2018 bei Olympia, zuletzt sogar ein Weltmeisterschaftssieg im Sprint 2023. Dass sie jetzt das Einzel gegen das Doppel eingetauscht hat, wirkt fast wie ein Neuanfang – ein Schritt zurück, um eigentlich zwei nach vorne zu machen. Für Matschina, 15 Jahre jünger und hungrig auf ihre Chance, öffnet sich damit ebenfalls eine große Tür.

Das neue deutsche Rodel-Duo Eitberger und Matschina hat sich vorzeitig für die Olympischen Spiele in Cortina qualifiziert und blickt mit einer Mischung aus Erfahrung, Rückenwind und Neugier auf das neue Format im Damen-Doppelrodeln. Besonders spannend wirkt das Zusammenspiel der beiden: Hier die gestandene Olympiasiegerin und Mutter, dort die Nachwuchsfahrerin, die von Eitbergers Expertise profitiert, aber auch eigene Stärken und neue Energie mitbringt. Die Rollenverteilung ist dabei alles andere als klassisch-hierarchisch, sondern lebt von gegenseitigem Respekt – abschnittsweise klingt es fast wie bei einer alten Freundschaft, die sich über Kochabende, TV-Serien und jede Menge Pasta erst richtig festigt. In aktuellen Medienberichten findet sich, dass besonders Eitbergers Wechsel vom Einzel zum Doppel neue Perspektiven ermöglicht und dem deutschen Team angesichts starker Konkurrenz (besonders aus Österreich und Italien) wichtige Variabilität verleiht. Die Premiere des Damen-Doppel bei Olympia wird zudem als Meilenstein für den Sport selbst gesehen, da Gleichberechtigung im Rodeln endlich auch auf diesem Niveau sichtbar wird. Laut "Spiegel" und "Süddeutscher" setzen die beiden auf intensive Vorbereitung und mentale Stärke, um mögliche Überraschungen auf der technisch anspruchsvollen Bahn in Cortina trotzen zu können.

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