Dänemark triumphiert bei Handball-EM – Deutschland unterliegt im Endspiel klar

Im Endspiel der Handball-Europameisterschaft 2026 blieb Deutschland ohne Gold und unterlag einem in allen Belangen stabileren dänischen Team mit 27:34.

01.02.26 19:59 Uhr | 50 mal gelesen

Vor allem Mathias Gidsel, der seine ohnehin eindrucksvolle Bilanz mit insgesamt 68 Treffern weiter ausbaute, glänzte im Finale fast nach Belieben. Und während das deutsche Team phasenweise ebenbürtig wirkte, sorgten eine Rote Karte gegen Jannik Kohlbacher sowie mehrere Zeitstrafen immer wieder für Rückschläge. In der ersten Halbzeit hielt sich Deutschland dank wacher Defensivarbeit und starker Paraden von Andreas Wolff noch im Spiel – zur Pause führte Dänemark aber schon knapp mit 18:16. Nach dem Seitenwechsel jedoch machten die skandinavischen Favoriten ernst und vergrößerten den Vorsprung Zug um Zug. Trotz einzelner Glanzlichter, beispielsweise durch Marko Grgic oder Nils Lichtlein, spürte man mit fortlaufender Spielzeit aber die zunehmende Überlegenheit Dänemarks. Für das deutsche Team bleibt letztlich der Vize-Titel und die Erkenntnis, sich im Laufe des Turniers beachtlich entwickelt zu haben. Trainer Nikolaj Jacobsen durfte diesmal doppelt gratulieren: seinem clever agierenden Ensemble und dem eigenen Nervenstab.

Deutschlands Handball-Nationalmannschaft kämpfte beherzt, doch Dänemark erwies sich im EM-Finale 2026 am Ende als zu konstant. Insbesondere Disziplinlosigkeiten und zwei-Minuten-Strafen bremsten das deutsche Team immer wieder genau dann aus, wenn ein Aufbäumen möglich schien. Die dänische Auswahl, bekannt für ihre mannschaftliche Geschlossenheit und taktische Disziplin, holte mit diesem Erfolg den ersten EM-Titel seit 2012. Von unterschiedlichen Medien wird dabei hervorgehoben, dass gerade die starken dänischen Rückraumspieler und eine kämpferisch geschlossene Defensive neben Gidsel ausschlaggebend waren. Andreas Wolff wurde als Deutschlands bester Spieler gelobt – am Ende aber reichte selbst seine Klasse nicht für eine Überraschung. Die aktuellen Pressestimmen zeigen: Während einige den deutschen Teamgeist würdigten, gehen andere Medien bereits der Frage nach, wie der DHB künftig das große Ziel Gold anvisieren kann. International wurde zudem anerkannt, wie viele junge Spieler der deutschen Nationalmannschaft auf dieser Bühne erstmals ihr Potenzial zeigten. (Weitere Quellen: Handball-EURO, Sportschau, dpa)

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