Unentschieden im Abstiegskampf: Dresden und Bielefeld teilen Punkte

Am Ende eines spannenden 20. Spieltags der Zweiten Bundesliga trennten sich Dynamo Dresden und Arminia Bielefeld mit einem 1:1 – ein Ergebnis, das für beide eher ein Kompromiss als Grund zum Jubel war.

heute 15:49 Uhr | 5 mal gelesen

Fußball ist manchmal einfach ein Geduldsspiel – und das bekamen die Zuschauer bei Dynamo Dresden gegen Arminia Bielefeld hautnah zu spüren. Dresden schien zunächst den Ton anzugeben, als Christoph Daferner kurz vor dem Pausenpfiff per Kopf die Führung klarmachte. Die Vorlage kam klassisch nach einer Ecke – ein Duell in der Luft, Daferners Moment, und schon zappelte der Ball im Netz. Halbzeit. Das schmeckte dem Heimteam natürlich. Nach dem Seitenwechsel legte Bielefeld die Scheu ab und setzte die Dresdner unter Druck. Die Szene des Spiels: Ein Foul von Rossipal an Momuluh im Strafraum wurde ohne großes Federlesen geahndet, Handwerker trat an und verwandelte den fälligen Elfer nervenstark unten rechts. Der Ausgleich brachte nochmal Schwung – doch wirklich packende Torchancen blieben aus. Am Ende blieb es bei diesem 1:1, irgendwie enttäuschend und halb zufriedenstellend für beide Seiten. Mit dem Remis schiebt sich Dynamo Dresden aus den akuten Abstiegsplätzen nach vorn und steht jetzt auf Rang 16, während Bielefeld knapp davor bleibt. Für beide Teams war das mehr eine Pflichtaufgabe ohne große Sternstunden. Übrigens gewannen zeitgleich Düsseldorf gegen Paderborn 2:1 und Hertha sowie Darmstadt trennten sich 2:2.

Das Duell Dresden versus Bielefeld markierte keine Trendwende im Abstiegskampf, aber es war ein Spiegelbild der aktuellen Verfassung der Teams: Kaum Selbstvertrauen, viel Krampf – und am Ende ein Remis, das vor allem Dresden ein bisschen beruhigt. Arminia Bielefeld bleibt mittendrin im Tabellenkeller, hofft aber auf Aufschwung im nächsten Spiel gegen Braunschweig. Dresden tankt minimal Sicherheit, bevor es zur schweren Auswärtspartie auf Schalke geht. Angesichts der jüngsten Berichterstattung fällt auf, dass die Stimmung in beiden Lagern angespannt ist, die Trainer ließen keine großen Parolen los, vielmehr war Pragmatismus angesagt: 'Wir müssen weiter kompakt stehen', sagte Bielefelds Trainer im Nachgang, während in Dresden vorsichtig optimistische Töne angeschlagen wurden. Die typischen Muster, die viele Teams im unteren Tabellendrittel zeigen, sind klar erkennbar – fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, Nervosität in der Defensive und ein gewisser Mangel an Spielwitz. Speziell die Situation rund um den Elfmeter gab Anlass zur Diskussion, auch weil einige Fans der Meinung waren, der Kontakt hätte nicht zwangsläufig zum Strafstoß führen müssen. Neuigkeiten auf *spiegel.de* berichten zudem, dass die personelle Lage bei beiden Teams weiter angespannt bleibt, besonders weil Verletzungen und Gelbsperren in den kommenden Wochen eine Rolle spielen könnten. In anderen Spielen des Spieltags setzte sich der FC St. Pauli an der Tabellenspitze fest, während im Tabellenkeller weiterhin reges Gerangel herrscht.

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