Wenn man ehrlich ist, ließ Arsenal an diesem Abend kaum Zweifel aufkommen. Die Nordlondoner überrannten Leverkusen in der ersten halben Stunde fast mit ihrer Präsenz – und dann dieser Kunstschuss von Eberechi Eze, den viele im Stadion noch minutenlang diskutierten. So ein Ding setzt Zeichen. Nach dem Wechsel wurde Arsenal zwar vorsichtiger, aber man hatte nie das Gefühl, dass Leverkusen wirklich den Zugriff bekam. Klar, sie wollten – besonders als die Minuten verstrichen und Declan Rice nach einem krassen Leverkusener Patzer nachlegte (damit war eigentlich alles durch) – aber irgendwie schien die Luft raus. Leverkusen versuchte es mit frischen Kräften, brachte Hjulmand, aber statt Aufbruch gab’s nur ein laues Lüftchen. Arsenal hatte alles unter Kontrolle, David Raya im Tor hielt die wenigen gefährlichen Aktionen souverän. Jetzt wartet Sporting Lissabon – die Engländer werden ganz sicher mit breiter Brust antreten. Für Leverkusen bleibt erstmal nur die Hoffnung auf eine starke Rückrunde in der Bundesliga.
Arsenal hat Leverkusen mit einer abgeklärten und in wichtigen Momenten auch sehr kreativen Leistung aus dem Champions-League-Rennen geworfen. Besonders Eze und Rice waren entscheidend; die Defensive inklusive Torwart Raya agierte äußerst stabil. Leverkusen mühte sich nach Kräften, blieb aber im Abschluss harmlos – zu selten schafften sie echte Gefahr vor dem Arsenal-Tor. Was in aktuellen Berichten auffällt: Der britische Fokus lag sehr auf Arsenals taktischer Disziplin und Durchschlagskraft, während die deutsche Presse Leverkusens Chancenarmut und den Unterschied in der individuellen Klasse hervorhebt. Neueste Recherchen zeigen außerdem, dass Arsenal aktuell auf allen Ebenen – auch personell – stabiler aufgestellt ist als noch vor einem Jahr, während Leverkusen mit der Dreifachbelastung kämpft und auf einen Bundesliga-Endspurt hofft.