Was Felix Loch bisher geleistet hat, klingt fast wie ein sportliches Märchen: Der Mann sitzt mit 36 Jahren nach wie vor ganz vorne auf dem Schlitten und denkt – ganz offen und fast schon verschmitzt – noch lange nicht ans Aufhören. Warum auch? Seine Rechnung: In zwei Jahren steht eine Weltmeisterschaft am heimischen Königssee bevor. Und, Hand aufs Herz, kann man sich einen persönlicheren Antrieb wünschen? Loch scheint fast rastlos: "Das sind ja dann nur noch zwei weitere Jahre bis Olympia", sinniert er und lässt dabei erahnen, dass ihn der Sport nicht loslässt – oder er ihn nicht. Manchmal klingt's so, als hätte er noch eine Rechnung offen, als müsste er der Welt und vielleicht auch sich selbst wieder und wieder beweisen, dass er noch dazugehört. Das Talent? Unbestritten: Schon 2010 in Vancouver schrieb Loch als jüngster Einzel-Olympiasieger Rodelgeschichte und wiederholte den Coup 2014. Nicht zu vergessen: Gold mit der deutschen Staffel, etliche WM-Titel, ein halbes Dutzend Gesamtweltcup-Siege. Doch selbst solch eine Karriere kennt Schatten. 2018 zum Beispiel: Führung nach drei Läufen, ein einziger Fehler, und das Podium rückt in weite Ferne. Loch? Offen selbstkritisch: "Drei gute Läufe, einer vermasselt – so ist Sport." Und doch nagte das Ereignis an ihm. Zwei Jahre lang kein Weltcup-Sieg, junge Teamkollegen wie Max Langenhan ziehen vorbei. Es fühlt sich ein bisschen an, als wäre die Zeit stehen geblieben, als Loch 2019 in Winterberg doch noch mal Weltmeister wird. Die Stunde des Aufatmens. Und jetzt? Neuer Anlauf, neuer Glanz: Winterberg, Lake Placid, Sigulda – überall vorne mit dabei. Die Technik, sagt Loch, nimmt mittlerweile mehr Raum ein als rohe Kraft. Kein Wunder: Sein Vater Norbert, ehemaliger Bundestrainer, trainiert ihn jetzt wieder individueller. Am Schlitten wird geschraubt, getüftelt, nicht alles wird verraten. Fragt man nach, kommt meistens ein rätselhaftes Grinsen. Was bleibt? Freude am Fahren, Fokus auf die nächste Medaille, ein bisschen Understatement und das seltene Gefühl, Zeuge eines Comebacks zu sein, das vielleicht noch gar keines Endes bedarf.
Felix Loch hat es im Rodeln zu einer Ausnahmeerscheinung geschafft – und viele dachten schon, seine besten Tage wären vorbei. Doch nun, auf dem Weg nach Mailand-Cortina 2026, wirkt er fitter und motivierter denn je. Loch bringt nicht nur Technik und Routine mit, sondern überrascht auch mit psychischer Widerstandsfähigkeit, nach Rückschlägen wie der verpatzten Olympiade von 2018 wieder aufzustehen und sich an die Spitze zurückzurudern. In den aktuellen Wettkämpfen überzeugt er wieder mit Siegen, der Schlitten wurde optimiert und sein Vater ist als Coach erneut an seiner Seite. Interessant ist auch, wie sich Loch gegenüber der jungen Generation positioniert: Er bleibt konkurrenzfähig und verpasst den Nachwuchstalenten eine sportliche Lektion in Sachen Durchhaltevermögen. Ergänzend zu aktuellen News: Laut [Sportschau](https://www.sportschau.de) und internationalen Verbandsmeldungen steht Felix Loch im engeren Favoritenkreis für die kommenden Großereignisse, während sich die Konkurrenz in Europa und Übersee stetig weiterentwickelt. Seine Präsenz und seine Leistungen werden auch von der deutschen Öffentlichkeit nach wie vor aufmerksam beobachtet.