In seinen Worten wurde spürbar, wie sehr Rita Süssmuth über reine Parteizugehörigkeit hinaus gewirkt hat. Merz hob nicht nur ihre Ämter als Bundesministerin und als Bundestagspräsidentin hervor, sondern auch ihren unermüdlichen Kampf für Gleichstellung sowie ihren Pioniergeist in Sachen Toleranz und gesellschaftliche Öffnung. Er bezeichnete sie als eine, die 'Maßstäbe gesetzt' und 'als Vorbild für viele' fungiert habe – ein Satz, der tatsächlich hängenbleibt und nicht einfach nach staatlicher Routine klingt. Süssmuth habe weit mehr geleistet, als bloß politische Pflichtübungen, so die Würdigung. Die Bundesregierung, verriet Merz, wolle ihr Andenken hochhalten – und in solchen Momenten fragt sich mancher, wie viele Frauen wie Süssmuth es heute in der Spitzenpolitik noch gibt. Wer weiß? Jedenfalls bleibt ihr Wirken ein Auftrag für kommende Generationen. Süssmuth starb im Alter von 88 Jahren. Sie prägte das Familienministerium (1985–1988) und war an der Spitze des Deutschen Bundestags von 1988 bis 1998. Wirkliche Einschnitte – und einige energiegeladene Debatten – gehen auf ihr Engagement zurück.
Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz hat zum Tod von Rita Süssmuth deren politisches Lebenswerk in einer bewegenden Stellungnahme gewürdigt und sie als entschiedene Streiterin für Gleichberechtigung und Offenheit in Deutschland hervorgehoben. Süssmuth, eine der prägendsten Politikerinnen der Nachkriegszeit, wurde 88 Jahre alt; sie gestaltete Schlüsselbereiche wie Frauenförderung, Demografie und Integration maßgeblich mit und war bekannt für ihr dialogorientiertes, aber unbeirrbares Auftreten. In der aktuellen Presselandschaft ist die Resonanz auf ihren Tod breit, viele Stimmen betonen insbesondere ihren Mut zu kritischen Reformen – etwa ihre Rolle bei der Entstehung des neuen Einwanderungsrechts. Süssmuth galt vielen als moralische Instanz in Zeiten populistischer Tendenzen und war häufig eine der wenigen Stimmen, die sich mit klaren Worten für Minderheitenrechte aussprachen. Gerade angesichts wachsender gesellschaftlicher Polarisierung in Deutschland erinnern viele Kommentarspalten an den Wert ihres „Brückenbauens“, auch gegenüber politisch Andersdenkenden.