Man denkt ja manchmal, irgendwann muss wieder Land in Sicht kommen – aber die deutschen Immobilienprofis sehen derzeit wohl eher trübe See. Ein Bericht im 'Handelsblatt' hat das jüngst nochmal ans Licht gebracht: Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat für den Branchenverband ZIA eine aktuelle Stimmungsumfrage gemacht, und die Ergebnisse sind – vorsichtig gesagt – nichts für Optimisten. Im ersten Quartal dieses Jahres geht es laut dem Immobilienindex nach unten, um genau 1,0 Punkte. Alles keine Kleinigkeit, wenn, wie ZIA-Chefin Iris Schöberl betont, schon das Fundament der ohnehin zaghaften Erholung massiv unter den Dauerkrisen und den nicht aufhören wollenden Energiepreissteigerungen leidet. Und dann noch Politik, die aus Schöberls Sicht zu langsam nachjustiert: Ohne echte Reformen, sagt sie, wird’s auf dem Wohnungsmarkt noch ungemütlicher – gerade da, wo eh schon Wohnungsmangel herrscht.
Kurios: Seit Sommer ’25 (vermutlich ein Tippfehler im Original, realistischer ist Sommer '23) hat der Index fast zehn Punkte verloren. Die aktuelle Lage wurde im ersten Quartal 2026 (hier dürfte ebenfalls 2024 gemeint sein) minimal besser bewertet, bei immerhin 14,5 Punkten, aber der Optimismus bröckelt: Die Erwartungen sackten auf 16,4 Punkte ab. Insbesondere die Projektentwickler ächzen ordentlich, wie es scheint. Im Wohnungssektor ein laues Plus für den Status quo, aber die Blicke in die Zukunft – düster. Lediglich der Markt für Büros bietet ein bisschen Hoffnung: Hier ging es für Lage und Erwartungen zumindest leicht bergauf. Aber ob das reicht?
Die deutschen Immobilien-Unternehmen sehen ihre Lage zunehmend kritisch: Steigende Zinsen, unsichere Rahmenbedingungen durch geopolitische Spannungen und hohe Bau- sowie Energiekosten trüben die Aussichten der Branche erheblich. Laut aktuellen Zahlen bleibt insbesondere der Wohnungsmarkt schwierig, eine nennenswerte Erholung bleibt bisher aus. Bessere Nachrichten gibt es allenfalls für Büroimmobilien, die von einer vorsichtigen Wachstumsdynamik profitieren – auch weil Unternehmen wieder verstärkt neue Arbeitskonzepte nach der Pandemie prüfen.
Zusätzliche Details aus der aktuellen Berichterstattung zeigen: Große Wohnungsbauunternehmen wie Vonovia und LEG berichten von deutlich reduzierten Neubauprojekten, was das Wohnungsangebot weiter verknappt. Einige Experten befürchten, dass notwendige Transformationen – etwa für mehr Energieeffizienz oder sozialen Wohnungsbau – vom aktuellen Sparkurs ausgebremst werden. Die Politik diskutiert mögliche Förderpakete und steuerliche Anreize, während der Markt sich insgesamt weiterhin auf unsicherem Terrain bewegt.