Die Diskussion um die Vereinfachung der Dokumentationspflichten für Baumschulen in puncto Pflanzenschutz nimmt weiter an Fahrt auf. Der BdB stellt klar, dass viele Unternehmen unter der aktuellen EU-Regelung (Verordnung 2023/564) unnötig belastet werden, insbesondere, weil viele Vorgaben kaum Verbesserungen im Alltagsbetrieb bringen, sondern eher zusätzliche Arbeit verursachen. Aktuelle Entwicklungen und Recherchen zeigen, dass landwirtschaftliche Verbände und auch andere Branchenvertreter immer lauter fordern, administrative Hürden generell abzubauen – sowohl in der konventionellen als auch der ökologischen Landwirtschaft. Die Sorge ist groß, dass Deutschland und Europa als Standorte an Wettbewerbsfähigkeit verlieren und der Fachkräftemangel durch zu viel Administration weiter verschärft wird. Parallel laufen auf EU-Ebene mehrere Diskussionen zu den Themen Bürokratieabbau und digitaler Dokumentationslösungen, etwa durch den Einsatz von Agrarsoftware oder automatisierten Systemen. Bis zuletzt blieb die EU-Kommission aber bei einer abwartenden Haltung und analysiert zunächst die Auswirkungen neuer Vorgaben, statt schnell einzugreifen. Im Hinblick auf die öffentliche Wahrnehmung wird zudem immer wieder debattiert, ob mehr Kontrolle tatsächlich mehr Umweltschutz bringt oder ob Bürokratie und Naturschutz besser voneinander getrennt betrachtet werden sollten.