Freiburg und Mainz ziehen ins Viertelfinale der Europa League ein

SC Freiburg und FSV Mainz 05 schreiben ein neues Kapitel ihrer Europapokal-Geschichten und stehen erstmals gemeinsam im Viertelfinale der Europa League.

heute 20:50 Uhr | 5 mal gelesen

Wer hätte damit gerechnet? Nach spannenden Rückspielen am Donnerstagabend stehen tatsächlich sowohl die Freiburger als auch die Mainzer im Viertelfinale der Europa League – und das mit jeweils beeindruckenden Leistungen auf dem Platz. Der SC Freiburg, scheinbar vom Hunger nach Wiedergutmachung getrieben, zerlegte KRC Genk im heimischen Europa-Park-Stadion mit 5:1. Bereits in der ersten Halbzeit waren die Zeichen klar: Ginter eröffnete den Trefferreigen, Matanović legte energisch nach. Zwar gelang Genk per Smets noch ein Hoffnungsschimmer, aber spätestens als Grifo im zweiten Durchgang einen verunglückten Rückpass gnadenlos ausnutzte, war die Luft bei den Belgiern raus. Suzuki und Eggestein sorgten dann für deutlichere Verhältnisse, während das Freiburger Publikum zum zwölften Mann wurde. Fast schon ein ganz anderes Spiel in Mainz: Nach einem torlosen Remis im Hinspiel gegen Sigma Olomouc merkte man den Rheinhessen an, dass sie unter Druck standen – aber das schien sie zu beflügeln. Nach der Pause brachte Posch die Gastgeber per Kopf in Front, nach toller Flanke von Nebel, einem Spieler, der immer noch so unterschätzt wird. Danach ließ Mainz wenig zu, und als Olomouc durch Baráth dezimiert wurde, war der Weg frei: Armindo Sieb verwandelte cool einen Pass von Da Costa und machte den Deckel drauf. Die Erleichterung war sogar im Fernsehen zu fühlen. Dass beide deutschen Clubs so geschlossen und stilsicher den Sprung ins Viertelfinale schaffen, hätte ich ehrlich gesagt nicht zu träumen gewagt. Mainz feierte einen kleinen Vereinsrekord, während Olomouc immerhin kämpferisch blieb, mehr aber auch nicht.

Der Einzug von Freiburg und Mainz in das Viertelfinale der Europa League ist historisch – für Mainz sogar ein erstmaliger Erfolg in dieser Wettbewerbshöhe. Freiburgs Offensivpower und defensive Stabilität sicherten einen überzeugenden Gesamtsieg gegen Genk, während Mainz mit kontrolliertem Pressing und effizienter Chancenauswertung gegen Olomouc überzeugte. Auffällig ist, wie beide Teams nach anfänglichen Schwierigkeiten im Hinspiel im Rückspiel jeweils charakterstarken, mutigen Fußball zeigten und damit auch ein wenig das Bild der deutschen Vereinslandschaft auf europäischer Bühne aufpolieren konnten. Durch die Recherche aktueller Nachrichten verdichten sich die Eindrücke, dass der Stellenwert dieses Erfolgs hoch ist: Freiburg überzeugte mit Spielfreude und Mut, während Mainz Effektivität und Nervenstärke bewies. Die Presse hebt hervor, dass das Abschneiden beider Clubs dem zuletzt etwas angekratzten Image der Bundesliga international guttut und auch Fans hoffen lässt – vielleicht liegt noch mehr drin als nur ein schöner Moment im Frühling.

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