VW investiert mehr: US-Werk in South Carolina wird deutlich teurer

Das neue Volkswagen-Werk in South Carolina sprengt die ursprünglichen Kostenpläne – eine deutliche Aufstockung der Investitionen steht an.

heute 07:58 Uhr | 4 mal gelesen

Tja, das wurde eine teure Überraschung. Laut neuesten Angaben, über die das 'Handelsblatt' berichtet hat, werden die Baukosten für Volkswagens geplantes Scout-Werk im US-Bundesstaat South Carolina nun nicht wie zunächst kalkuliert bei zwei, sondern satte drei Milliarden Dollar betragen. Das bestätigte auch die Pressesprecherin der neuen Pick-up-Marke Scout – es sei von Anfang an um eine Produktionsstätte auf internationalem Top-Niveau gegangen, und dafür steige jetzt eben auch die Notwendigkeit, tiefer in die Kasse zu greifen. Außerdem: Die zwei Milliarden, mit denen man ursprünglich geplant hatte, seien nur eine Art Einstiegssumme gewesen, keine Obergrenze. Ein besonderer Preistreiber ist ein Zuliefererpark, der direkt vor Ort entsteht und etwa 300 Millionen Dollar verschlingt – aber immerhin zusätzliche Jobs verspricht. Die örtliche Columbia Area Development Partnership (CADP) freut sich trotzdem: Mehr Fabrik bedeutet mehr Steuereinnahmen und vermutlich eine kleine Wirtschaftsexplosion für die Gegend. Klar, ein paar Nebengeräusche gibt’s immer, aber die Gebäude stehen jedenfalls bereits und offenbar läuft alles nach – oder trotz – Plan.

Volkswagen schraubt die Investitionen für sein Scout-Werk in South Carolina um eine Milliarde Dollar auf nun insgesamt drei Milliarden nach oben. Der neue Kostenschub lässt sich vor allem durch die Werkserweiterung samt eigenem Zuliefererpark erklären, welche die Produktion effizienter machen und viele Arbeitsplätze in der Region schaffen soll. Wirtschaftsexperten der Region sehen darin einen kräftigen Schub für die lokale Entwicklung und rechnen mit höheren Steuereinnahmen und langfristigem Wachstum. — Aus weiterführender Recherche: In anderen Artikeln wird berichtet, dass der US-Markt für Elektrofahrzeuge stark wächst und VW mit der Marke Scout vor allem auf amerikanische Kundschaft mit Fokus auf Pick-ups und Offroader zielt. Auch werden die Herausforderungen für europäische Autohersteller in den USA diskutiert, insbesondere angesichts lokaler Förderprogramme wie dem Inflation Reduction Act, der Unternehmen zum Bau von Werken direkt in den USA motiviert. Zudem stehen die steigenden Bau- und Lohnkosten in den Vereinigten Staaten im Fokus, die – nicht nur bei VW – immer häufiger zu Kostensteigerungen bei großen Industrieprojekten führen.

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