Rheinland-Pfalz erlebt derzeit eine intensive Phase der Vorbereitung auf möglicherweise neue US-Mittelstreckenraketen, so der Ministerpräsident Alexander Schweitzer – wenngleich die endgültigen Weichen in Berlin gestellt werden. Die Stationierung betrachtet Schweitzer als wichtigen Anteil an der Sicherheit der NATO-Staaten; er fährt dabei einen diplomatischen Spagat zwischen notwendiger Verteidigungsstrategie und der öffentlichen Skepsis gegenüber der US-Politik unter Trump. Transparenz und Dialog mit der Bevölkerung scheinen ihm dabei ebenso wichtig wie die ökonomischen und sicherheitspolitischen Vorteile, die mit der weiteren US-Militärpräsenz in der Region einhergehen. Nach neuen Recherchen ist die Stationierungsdebatte vor dem Hintergrund sich verschärfender geopolitischer Spannungen zu sehen, insbesondere angesichts jüngster Entwicklungen bei Atomwaffen in Russland und wachsender Unsicherheit in Osteuropa. Die Verflechtung wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Interessen erschwert eindeutige Antworten: Während einige Bürger Sicherheit und Jobs durch die US-Präsenz betonen, sorgen sich andere um eine weitere Militarisierung und die Rolle Deutschlands im globalen Machtspiel. Bundesweit wird derzeit diskutiert, ob die Bundesrepublik durch solche Projekte in einen neuen Rüstungswettlauf gezogen werden könnte, während auf regionaler Ebene – etwa im Umfeld Ramstein – handfeste Infrastrukturmaßnahmen angelaufen sind.