Beirat sieht Investitionsziel mit Sondervermögen erreichbar

Harald Christ, der Vorsitzende des Beirats für Investitionen und Innovationen beim Bundesfinanzministerium, ist zuversichtlich: Die Bundesregierung dürfte 2026 die angepeilte Investitionsquote von zehn Prozent für das 500-Milliarden-Sondervermögen erreichen – trotz verpasstem Ziel im Vorjahr.

heute 01:02 Uhr | 4 mal gelesen

Christ meint: 'Die zehn Prozent Investitionsquote aus dem Kernhaushalt – die schaffen wir bis 2026.' Das sagte er der 'Welt am Sonntag', und ehrlich gesagt klingt das fast schon trotzig. 2025 hatte die Regierung die Vorgabe verfehlt, nur 8,7 Prozent war die magische Zahl, die am Ende stand – zu wenig also. Immerhin: Das Gesetz zum Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität ist noch recht frisch, die Erwartungen an handfeste Auswirkungen erscheinen mitunter etwas voreilig. Christ rät hier zur Geduld: Nach so kurzer Zeit könne keiner ernsthaft messbare Resultate erwarten. 'Volkswirtschaftliche Effekte brauchen einfach etwas länger, also mindestes bis ins zweite Halbjahr 2026.' Sein Punkt: Entscheidend sei, dass Mittel, die dieses Jahr vorgesehen sind, großteils abfließen, sinnvoll genutzt werden und idealerweise noch private Investitionen anstoßen. Dann, ja dann, glaubt auch er an den ersehnten Wachstumsschub.

Harald Christ, Vorsitzender des Investitions- und Innovationsbeirats, sieht die Bundesregierung beim Erreichen der zehnprozentigen Investitionsquote aus dem Kernhaushalt auf einem guten Weg – das ab 2026. Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen soll laut Gesetzesvorgabe tatsächlich zusätzliche Investitionen ermöglichen, nachdem 2025 die Zielmarke mit 8,7 Prozent verfehlt wurde. Christ betont, dass die wirtschaftlichen Effekte erst zeitverzögert eintreten, da das zugehörige Gesetz erst im Oktober verabschiedet wurde: Erst ab Ende 2026 seien – besonders bei erfolgreichem Mittelabfluss und ergänzenden privaten Investitionen – positive Wachstumsimpulse zu erwarten. Zusätzlich berichten aktuelle Artikel etwa darüber, dass das Sondervermögen in der Koalition und von Oppositionsseite weiterhin kontrovers diskutiert wird, besonders wegen seiner Wirkung auf den Haushalt und Fragen zur tatsächlichen Mittelverwendung. Einzelne Stimmen mahnen zudem an, dass Verzögerungen auf bürokratische Hürden zurückzuführen sind und private Partner noch zögern, umfassend zu investieren. Zentral bleibt für viele Beobachter, ob Regierung und Beirat die Geduld der Öffentlichkeit im Blick behalten, da in Wahljahren wachsende Erwartungshaltungen und politische Auseinandersetzungen die Debatte verschärfen.

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