Wall Street tritt auf der Stelle, Techwerte im Aufwind

Die Kurse an den US-Börsen haben sich am Mittwoch kaum bewegt – lediglich Technologiewerte konnten zulegen.

28.01.26 22:29 Uhr | 3 mal gelesen

Das Börsengeschehen in New York zeigte sich am Mittwoch wenig spektakulär. Der Dow Jones dümpelte zum Handelsschluss bei rund 49.016 Punkten herum, ein kaum der Rede wertes Plus zum Vortag. Der S&P 500 war wenige Minuten davor sogar leicht im Minus unterwegs, irgendwo um die 6.978 Punkte herum. Einzig die Nasdaq – das Möchtegern-Raubtier unter den Börsen – schaffte ein kleines Plus von 0,3 Prozent beim Index Nasdaq 100 (rund 26.023 Zähler).
Die US-Notenbank Federal Reserve – gerade wieder mal Zielscheibe politischer Wünsche von Donald Trump – beließ den Leitzins trotz des politischen Drängens dort, wo er war. "Nach drei Zinssenkungen halten wir jetzt unsere geldpolitische Linie für sinnvoll, um beide Ziele – Jobs und Inflation im Griff – zu verfolgen", erklärte Fed-Chef Jerome Powell. Interessant am Rande: Gegen Powell läuft neuerdings eine Untersuchung des amerikanischen Justizministeriums. Er selbst besteht dennoch auf Neutralität und Pflichterfüllung.
Der Euro gab am Abend nach, rutschte auf 1,1949 US-Dollar. Für’s Gold wiederum wurde man großzügig bezahlt: Eine Feinunze notierte zum Handelsschluss mit satten 5.389 US-Dollar, was einer Steigerung von über vier Prozent entspricht. Öl, namentlich Brent, legte ebenfalls zu (68,52 Dollar je Fass, plus 1,4 Prozent). So entwickelt sich finanzielle Stabilität eher als kleines Flackern denn als Flamme – was mal nicht das Schlechteste ist.

Die US-Börsen beendeten den Handelstag mit leichten Ausschlägen – Dow und S&P 500 nahezu bewegungslos, während die Nasdaq mit Tech-Aktien leichte Gewinne einfuhr. Getrieben wurde das Marktgeschehen nicht zuletzt durch das abwartende Verhalten der Fed, die den Leitzins unverändert ließ, obwohl politischer Druck aus dem Weißen Haus nicht abreißt. Nebenbei sorgten deutliche Preisanstiege bei Gold und Öl für Bewegung in den Rohstoffmärkten. Ergänzend: In den letzten 48 Stunden betonen mehrere große Wirtschaftsmagazine, dass Unsicherheit über die zukünftige Zinspolitik der Fed und globale Handelskonflikte weiterhin zur Vorsicht an den Märkten mahnen. Branchenanalysen sehen insbesondere Tech-Unternehmen in einer Art Schwebelage – zwischen weiterem Wachstum und bewusster Zurückhaltung. Auffällig bleibt die Preisdynamik bei Gold als „sicherer Hafen" und die geopolitisch getriebene Entwicklung am Ölmarkt.

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