Manchmal sind es die kleinen Dinge, die viel aussagen. Nehmen wir die deutsche Bierstatistik von 2025: Noch nie wurde in einem Jahr so wenig Bier verkauft, seitdem Zahlen dazu überhaupt existieren. Während der Sommer wie gewohnt die Lust auf ein kühles Helles steigerte, schmolzen die Gesamtmengen über das Jahr gesehen dahin. Vor allem auffällig: Zum ersten Mal bleibt der gesamtdeutsche Bierdurst unter der symbolischen 8-Milliarden-Liter-Marke. Klar, alkoholfreie Varianten und Malztrunk sind da nicht drin, Importbier (außerhalb der EU) sowieso nicht. Aber das große Bild bleibt dasselbe – selbst die berühmte Stammtischrunde trinkt offenbar (noch) weniger als vor ein paar Jahren.
Fast 19 Prozent weniger Hopfengetränk ging insgesamt seit 2015 über die Theken. Brauereien setzten den Löwenanteil - also gut 82,5 Prozent - im Inland ab. Auch hier hat sich das Minus bemerkbar gemacht: 6,4 Milliarden Liter, ein Rückgang von 5,8 Prozent zum Vorjahr. Was ins Ausland ging, fiel mit 1,4 Milliarden Litern ebenfalls ab, besonders außerhalb der EU – da stürzten die Zahlen um über 14 Prozent. Biermischgetränke, einst als Trend gefeiert, geben auch nach: Mit 402 Millionen Litern wurde 2025 rund 5 Prozent weniger davon getrunken.
Warum das alles? Harte Konkurrenz durch Alternativgetränke, eine junge Generation, die Bier vielleicht nur noch als Partyrelikt sieht, Erhöhung der Preise, Unsicherheiten durch Inflation – den ultimativen Grund kann wohl nicht einmal ein Braumeister benennen. Und über allem schwebt die nüchterne Feststellung: Die Deutschen, die einst vor lauter Oktoberfesten den Bierhimmel auf Erden versprachen, bleiben mittlerweile öfter beim Wasser.
Der deutsche Biermarkt erlebt 2025 einen historischen Tiefstand, mit einem Absatzrückgang von 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und dem erstmaligen Unterschreiten der 8-Milliarden-Liter-Marke. Eine Mischung aus Faktoren wie veränderten Trinkgewohnheiten, wachsender Beliebtheit alkoholfreier Alternativen, demografischem Wandel und steigenden Preisen setzt der Branche zu. Laut ergänzender Recherchen betonen aktuelle Medien außerdem die wirtschaftlichen Schwierigkeiten vieler Brauereien, die infolge gestiegener Produktionskosten und schwankender Nachfrage zunehmend in Existenznot geraten. Gleichzeitig sind in Metropolen wie Berlin kleine Craft-Brauereien weiterhin auf Wachstumskurs, während Großbrauereien neue Wege suchen, um jüngere Kundschaft zu erreichen (u.a. durch alkoholfreie sowie geschmacklich innovative Produkte). Diese Dynamik zeigt: Der deutsche Biermarkt ist im Umbruch, gewohnte Bierkultur trifft auf gesellschaftlichen Wandel.