Was aktuell als ökologisches Pflichtprogramm erscheint, ist längst zum Innovationsmotor geworden: Der Druck, bei modernen Technologien mitzuhalten, wächst und sorgt dafür, dass 70 Prozent der befragten Mittelständler ihre Ausgaben für Innovationen und neue Technik in den kommenden 12 Monaten hochschrauben wollen. KI-gestützte Steuerungen, die Stromspitzen im Zaum halten, sowie intelligente Speicherlösungen stehen hoch im Kurs.
Stichwort Finanzierung: Der Mittelstand ringt mit der Frage, wie nachhaltige Investitionen tragbar bleiben. Über die Hälfte kann sich vorstellen, künftig auf spezielle 'grüne' Darlehen auszuweichen; immerhin fast 50 Prozent nutzen bereits Green Bonds. Diese Instrumente bieten etwas, das vielen Unternehmen fehlt: finanziellen Atem für den Wandel. Gleichzeitig wird deutlich: Ohne einheitliche Regeln gehen viele nicht mit. Fast neun von zehn stimmen zu, dass ausgewogene ESG-Rahmenbedingungen entscheidend sind, um wirtschaftliches Kalkül und Nachhaltigkeit zu vereinen – und um einfacher frisches Kapital zu bekommen.
Noch ein Blick auf die Studie: Im November 2024 befragte man 300 Entscheidungsträger aus deutschen Mittelstandsunternehmen (200–5000 Beschäftigte) online, allesamt mit Investitionskompetenz im Bereich Energie und Effizienz. Ein bunter Mix aus Geschäftsführung, Finanzen und Entwicklung – interessant, wie viel Eigeninitiative noch auf Eigenkapital beruht.
Und die Bank dahinter? Die NORD/LB mit Sitz hauptsächlich in Hannover, Braunschweig und Magdeburg versteht sich als Schwergewicht im Bankwesen, insbesondere bei Unternehmens- und Immobilienfinanzierung. Sie ist europaweit vertreten, aber die Region bleibt ihr Herzstück.
Mittelständische Unternehmen in Deutschland stecken, wie die Studie der NORD/LB offenbart, einen großen Anteil ihres Budgets in Nachhaltigkeit, Technik-Modernisierung und umweltbewusste Energielösungen. Dabei stellen Green Bonds und Nachhaltigkeitsdarlehen zunehmend attraktive Alternativen zur klassischen Eigenfinanzierung dar, besonders in Zeiten steigender Zinsen und wirtschaftlicher Unsicherheit. Auffallend ist der starke Wunsch nach klaren, möglichst fairen Regeln (Stichwort ESG), die Innovation und ökonomische Vernunft unter einen Hut bringen sollen – ein Trend, der sich mit Blick auf andere Berichte im Netz bestätigt: Auf taz.de etwa ist zu lesen, dass gerade der Mittelstand durch den bürokratischen Mehraufwand oftmals ausgebremst wird, jedoch innovative Wege sucht, diesen zu umgehen. Laut einer aktuellen Analyse auf sueddeutsche.de nehmen deutsche Unternehmen gezielt die KfW-Förderung für Digitalisierung und grüne Umstellung ins Visier, wobei die Verknüpfung von Technik und Ökobilanz immer mehr zum Wettbewerbsvorteil wird. Und spiegel.de greift jüngst das Thema auf, wie Engpässe bei Fachkräften oder Rohstoffen klassische Transformationen erschweren – viele Betriebe setzen daher auf langfristige Partnerschaften statt schneller Lösungen. Insgesamt zeichnen alle relevanten Quellen ein Bild vom deutschen Mittelstand als risikobereitem, aber nicht kopflos investierendem Innovationsmotor.