Deutsches BIP mit leichtem Plus zum Jahresende: Ein vorsichtiger Aufschwung

Im vierten Quartal 2025 hat das Bruttoinlandsprodukt der Bundesrepublik überraschend zugelegt.

heute 10:25 Uhr | 4 mal gelesen

Das Statistische Bundesamt ließ am Freitag verlauten: Im Vergleich zum dritten Quartal 2025 wuchs das real, also preis-, saison- und kalenderbereinigte BIP um 0,3 Prozent. Maßgeblichen Anteil daran hatten steigende Konsumausgaben – sowohl bei den Privathaushalten als auch durch staatliche Stellen. Somit schloss die deutsche Wirtschaft ein bewegtes Jahr, geprägt von Schwankungen im Exportgeschäft und allgemeinen Unsicherheiten, letztlich doch mit Vorsicht und ein klein wenig Optimismus ab. Für das Gesamtjahr 2025 lag das preisbereinigte Wirtschaftswachstum bei 0,2 Prozent, während preis- und kalenderbereinigt der Anstieg laut Destatis 0,3 Prozent betrug. Das war im Prinzip eine Bestätigung der vorangegangenen Vorabschätzung vom 15. Januar 2026. Im direkten Vergleich mit dem vierten Quartal 2024 fällt der Zuwachs, preisbereinigt, mit einem Plus von 0,6 Prozent ins Gewicht. Aufgrund mehrerer Arbeitstage im Vergleichszeitraum relativiert sich dieser jedoch kalenderbereinigt auf ein Plus von 0,4 Prozent. Im Zuge der quartalsweisen Überprüfung wurden zudem die Ergebnisse für das Jahr 2025 im Nachhinein angepasst: Die ersten beiden Quartale wurden jeweils um 0,1 Prozentpunkte nach oben korrigiert, das dritte Quartal blieb unverändert. Einiges bleibt also unscharf, denn die Zahlen sind immer wieder im Fluss – wie das wilde Rauschen einer nahen Autobahn.

Deutschland hat das Jahr 2025 trotz globaler Unsicherheiten und holprigem Außenhandel mit einem leichten BIP-Wachstum abgeschlossen. Die anziehende Binnenkonjunktur, insbesondere gestützt durch privaten und staatlichen Konsum, sorgt für einen schmalen, aber positiven Schlusspunkt im Quartalsvergleich. Laut weiterer Recherche haben sich Experten zuletzt auch zu strukturellen Herausforderungen geäußert, etwa zu schwachen Investitionen, Unsicherheiten durch geopolitische Entwicklungen und Mindestlohn-Anpassungen, die Konsumimpulse liefern, aber Produktionskosten steigen lassen. Das Wachstum bleibt zwar verhalten – aber es ist ein Zeichen dafür, dass Deutschlands Wirtschaft auch unter schwierigen Bedingungen Anpassungen meistern kann.

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