Nancy Faeser übernimmt Leitung des DFV-Beirats: Würdigung für Claudia Crawford und neue Impulse für Deutschlands Feuerwehren

Berlin – Ein Treffen voller Gefühl, kluger Köpfe und spannender Einblicke: Die Sitzungen des Förderkreises und Beirats des Deutschen Feuerwehrverbandes haben Spuren hinterlassen. Nach beinahe zwei Jahrzehnten an der Spitze verabschiedet sich Claudia Crawford – und übergibt an Nancy Faeser, die für frischen Wind sorgen will. Herzliche Worte, Auszeichnungen und innovative Ansätze standen im Mittelpunkt.

heute 17:59 Uhr | 2 mal gelesen

Claudia Crawford hatte den Beiratsvorsitz des DFV seit 2009 inne. Ihr Engagement war spürbar geprägt von dem Wunsch, die Freiwilligenfeuerwehren zu stärken, Geflüchtete zu integrieren und die Interessen der Feuerwehr über nationale Grenzen hinweg zu vertreten. Sie nannte das Ehrenamt das Rückgrat der Sicherheit hierzulande. Nicht ohne Stolz blickte sie auf ein weit gespanntes Netzwerk zurück, das sie mit viel Herz betreut hat. DFV-Präsident Karl-Heinz Banse würdigte ihren Einsatz und beschrieb sie mit offenen Worten als jemanden, der Türen öffnet – besonders dort, wo zähe Bürokratie herrscht. Zur Krönung ihres Engagements gab es die Goldene Ehrennadel. Jetzt betritt Nancy Faeser als Nachfolgerin die Bühne. Ihr Motto: Für alle Feuerwehren im Land eine Anwältin sein – ob Berufs-, Freiwillige, Werk- oder Jugendfeuerwehr. Sie will, zusammen mit dem Beirat aus rund 180 Köpfen aus Politik, Wirtschaft und Forschung, noch mehr Brücken schlagen: Nachwuchs, Vielfalt, modernes Krisenmanagement und die enge Verzahnung mit Unternehmen liegen ihr am Herzen. In Zeiten der Unsicherheit und geopolitischer Spannungen soll das Netzwerk noch wichtiger werden. Auch inhaltlich wurde viel geliefert: Banse sprach etwa über die frische Kooperation mit der Bundeswehr, mit der man gemeinsam an Zivil-und Katastrophenschutz feilt. Das Fähigkeitsmanagement, beschrieben von Mathias Bessel, steht nicht mehr auf dem alten, starren Szenarien-Modell, sondern sortiert Feuerwehrkompetenzen nach Fähigkeiten und Einsatzlage. Ein System, das flexibel und praktikabel sein soll, wenn es wirklich zählt. Parallel stellte Oberst von Harling die Notwendigkeit vor, den Brandschutz der Bundeswehr angesichts neuer Verteidigungsaufträge weiterzuentwickeln. Und Jan Holze von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt rief den Ehrentag für Ehrenamtliche im Mai 2026 aus – samt Förderprogramm. Die Tagung des DFV-Förderkreises zeigte erneut: Ohne engagierte Unterstützer funktioniert selbst die beste Idee nicht. Es ist eine Mischung aus Tradition, Tatkraft – und Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu schultern. Weitere Infos und viele Fotos zur Veranstaltung gibt es online.

Nancy Faeser leitet fortan den Beirat des Deutschen Feuerwehrverbandes und tritt damit die Nachfolge von Claudia Crawford an, die für ihren langjährigen Einsatz ausgezeichnet wurde. Die Tagung in Berlin zeigte, vor welchen Herausforderungen die deutschen Feuerwehren stehen: Nachwuchsprobleme, sich wandelnde Sicherheitslagen, verstärkte Zusammenarbeit mit der Bundeswehr und ein neues, flexibleres Fähigkeitensystem. Zusätzlich engagieren sich zahlreiche Organisationen, etwa mit Ehrenamtstagen und Fördergeldern, für eine lebendige Feuerwehrlandschaft; aktuelle Themen wie Fachkräftemangel, Digitalisierung und Resilienz angesichts zunehmender Katastrophenlagen bleiben dabei im Zentrum der Arbeit. Nach zusätzlicher Recherche zeigen sich folgende Aspekte: In den letzten Tagen wurde mehrfach hervorgehoben, wie wichtig die Anpassung des Bevölkerungsschutzes in Deutschland angesichts von Digitalisierung, Klimakrise und internationaler Bedrohungslage ist (z.B. Forderungen nach schnellerer Modernisierung der Ausrüstung und verbesserter Kooperation zwischen Bundeswehr und Zivilhelfern – viele Feuerwehren sind noch immer unterfinanziert und bangen um den Nachwuchs). Die Rolle engagierter Frauen – sowohl im Ehrenamt als auch in Führungspositionen – ist im Feuerwehrwesen sichtbarer geworden, wird aber weiterhin thematisiert (z. B. durch Berichte über den wachsenden Anteil weiblicher Führungskräfte und Diskussionen über Diversität und Chancengleichheit). In den Medien finden zudem laufende Debatten über die Professionalisierung des Katastrophenschutzes und die komplexen Herausforderungen durch Extremwettereignisse Widerhall – insbesondere wie Anpassungen bei Ausbildung, Technik und Mental Health für Einsatzkräfte aussehen könnten.

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