Das Spannende daran: Während die Arbeitslosenzahlen steigen, sind gleichzeitig so viele Hamburger sozialversicherungspflichtig beschäftigt wie noch nie – immerhin 1.097.400 im November letzten Jahres. Ein eigentümlicher Gegensatz, der wohl mit der überregionalen Sogwirkung des Hamburger Arbeitsmarkts zusammenhängt, wie die Agentur meint. Gründe? Da gibt es einige: schwaches Wirtschaftswachstum, mehr Menschen in der Stadt und Zuzug auch aus anderen Ländern sowie dem Umland. Junge Leute besonders, also unter 25, scheinen das besonders zu spüren: Ihre Arbeitslosigkeit schnellt um satte 17 Prozent nach oben. Auch Akademiker oder Menschen, die schon länger keinen Job fanden, sind auffällig betroffen. Doch nicht alles sieht düster aus – rund 5.000 Arbeitslose fanden im Januar einen Job, immerhin ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl offener Stellen hingegen schrumpft auf gut 14.000, was im Jahresvergleich einen Rückgang von über 14 Prozent bedeutet. Nicht das rosigste Bild für Hamburgs Arbeitsmarkt – oder vielleicht doch, weil immerhin Bewegung drin ist?
Die Arbeitslosigkeit in Hamburg ist so hoch wie seit 2006 nicht mehr, wobei besonders junge Menschen, Akademiker und Langzeitarbeitslose betroffen sind. Gleichzeitig ist die Beschäftigung auf Rekordniveau; zahlreiche Hamburger fanden zuletzt einen Job, wenngleich offene Stellen dennoch deutlich abnahmen. Bundesweit verstärkt sich ebenfalls das Problem steigender Arbeitslosigkeit, was auf einen angespannten Arbeitsmarkt und die schwächelnde Konjunktur hinweist. Aktuelle Berichte zeigen, dass insbesondere die deutschen Exportzahlen schwächeln und die Nachfrage nach Arbeitskräften in vielen Branchen weiter sinkt. Manche Stimmen fordern verstärktes Engagement bei Weiterbildung und Qualifizierung, um strukturelle Probleme am Arbeitsmarkt zu adressieren. Zugleich wird die Bedeutung von Integration und gezielter Nachwuchsförderung immer wieder betont, um Chancenungleichheiten gerade für junge Menschen und Zugewanderte zu verringern.