Der Verband der deutschen Reeder reagiert verwundert auf die ablehnende Haltung der Bundesregierung zu Militäreinsätzen beim Schutz deutscher Handelsschiffe im Persischen Golf und appelliert, dass mehr Initiative und internationale Zusammenarbeit nötig seien. Während Teile der Politik einen militärischen Schutz als derzeit nicht notwendig ansehen, befürchten die Reeder, dass die passiv-abwartende Strategie angesichts der steigenden Gefahren keine ausreichende Sicherheit für Schiffe und Besatzungen gewährleistet. International verdichten sich die Anzeichen, dass die Bedrohungen real sind: Mehrere Schiffe wurden angegriffen und teils schwer beschädigt – die Forderung nach Schutzmaßnahmen und gemeinsamer Verantwortung wächst daher auch auf globaler Ebene. Aktuelle Recherchen zeigen, dass die Lage im Persischen Golf weiterhin angespannt bleibt, insbesondere nach weiteren Zwischenfällen mit Handelsschiffen in der Region. Laut "Tagesspiegel" und "Spiegel Online" gibt es in der EU laufende Gespräche über einen möglichen neuen EU-Marineeinsatz zum Schutz der Schifffahrt, doch Uneinigkeit herrscht besonders in Deutschland über die Rolle der Bundeswehr und die politischen Konsequenzen. Die USA verstärken unterdessen ihre Präsenz im Golf und warnen vor zunehmender Gefahr für internationale Schifffahrt; Gleichzeitig setzen Reedereien und Versicherungen auf eigene Risikoanalysen und Notfallpläne, da staatlicher Schutz kurzfristig nicht sicher zu erwarten ist.