Wer dieser Tage auf Jobsuche geht, merkt es vielleicht schon: Die Zahl der ausgeschriebenen Stellen für Büro und Verwaltung ist ordentlich ins Rutschen geraten. Abrupte Rückgänge gibt's im Sekretariat (minus 22 Prozent) und sogar im Personalwesen (minus 19 Prozent). Doch draußen auf den Baustellen oder bei handwerklichen Dienstleistungen bleibt der Abschwung moderater – dort sinkt das Angebot nur um 14 Prozent. Noch auffälliger wird der Bruch im Profil der Industrieunternehmen: Für Geschäftsführer-Positionen purzelte die Nachfrage um satte 30 Prozent, während Fachkräfte mit Berufsausbildung mit 'nur' acht Prozent Rückgang davonkamen. Die Info stammt aus einer riesigen Stellenmarkt-Analyse mit fast einer Million Firmenwebseiten und Hunderten Jobportalen. Offenbar haben es Routinejobs besonders schwer gegen den KI-Wettbewerb. Dazu mischen sich wirtschaftliche Flaute und generative KI als Beschleuniger. "Auch Akademiker sind inzwischen vom Wandel betroffen", sagt Enzo Weber vom IAB, und stellt fest: Die Suche nach neuen Jobs bleibt allgemein ein rares Gut in Krisenzeiten. Interessant: Die Handwerksbranche sieht in alldem mehr Chancen als Risiken. Jörg Dittrich vom Zentralverband des Deutschen Handwerks betont – während KI im Büro alles Mögliche optimiert, braucht es weiterhin Menschen, die anpacken können und Verantwortung tragen. Für viele junge Leute, meint Friedrich Hubert Esser (BIBB), lohnt sich ein neuer Blick aufs Handwerk – denn echte Erfahrung, Geschick oder gar gesunder Menschenverstand sind auch künftig gefragt. Es ist jedenfalls nicht so: KI kommt, und auf einmal drängt jeder zum Handwerk. Aber die Suche nach Sicherheit schärft den Blick für das, was nicht so leicht zu ersetzen ist.
Der Einsatz von KI verändert den Stellenmarkt, wobei Büro- und Verwaltungsberufe massiven Druck verspüren, während handwerkliche Jobs vergleichsweise stabil bleiben. Insbesondere Routineaufgaben werden vermehrt automatisiert, was sich in den stark gesunkenen Zahlen für offene Stellen in klassischen Bürotätigkeiten widerspiegelt. Auch leitende und akademische Funktionen sehen deutlich weniger Nachfrage, was Experten nicht nur auf die Konjunktur, sondern auch auf die rapide Ausbreitung von KI zurückführen. Interessant ist die gemischte Reaktion auf diese Entwicklung: Büroangestellte und Akademiker geraten zusätzlich unter Druck, während das Handwerk eine Art Gegenbewegung erlebt und durchaus optimistisch in die Zukunft schaut. Neuere Recherchen zeigen zudem, dass die Auswirkungen von KI nicht auf Deutschland beschränkt sind—weltweite Arbeitsmärkte erleben ähnliche Tendenzen, und Unternehmen investieren zunehmend in Umschulungsprogramme, um den Wandel sozial abzufedern. In großen Zeitungen wie der FAZ, Süddeutsche und Zeit häufen sich Stimmen, die mahnen, sich auf lebenslanges Lernen und Flexibilität einzurichten.