Der GdW fordert eine Neuausrichtung bei der Umlage von Sanierungskosten in deutschen Mietwohnungen: Zukünftig soll die Einkommenshöhe der Mieter entscheidend dafür sein, wie stark sie an Modernisierungsmaßnahmen – etwa für den Klimaschutz – beteiligt werden. Damit will der Verband verhindern, dass soziale Härten für Geringverdienende entstehen und fördern, dass die notwendigen Klimamaßnahmen sozial verträglich umgesetzt werden können. In diesem Kontext wird der Ruf nach einer raschen Entscheidung der Regierung lauter, zumal steigende Mieten durch Sanierungen besonders Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen treffen könnten. Laut aktueller Berichterstattung verschärft sich die Debatte um die gesetzlich zulässigen Mieterhöhungen nach Modernisierungen, und Initiativen, die Klimawende sozial zu gestalten, stehen im Mittelpunkt der politischen Diskussion. Der Druck auf die Bundesregierung wächst, insbesondere vor dem Hintergrund, dass immer mehr Haushalte schon jetzt durch Energiekosten belastet sind. Wohnungskonzerne wie Vonovia und LEG beobachten die Entwicklung ebenfalls aufmerksam, denn eine sozial abgefederte Umlage könnte auch ihre Akzeptanz von Sanierungsmaßnahmen im Bestand verbessern.