Sonntag, an seinem 80. Geburtstag, ließ Donald Trump in altbekannter Manier die digitale Welt aufhorchen. Auf Truth Social schrieb er grob übersetzt sinngemäß: 'Der Deal mit der Islamischen Republik Iran ist nun abgeschlossen.' Doch so ganz durchsichtig blieb das Ganze nicht. Soll das etwa heißen, da gibt’s schon Unterschriften? Oder ist das ein verbales Luftschloss? Trump, wie gewohnt vollmundig, erklärte weiter: 'Herzlichen Glückwunsch an alle! Ich autorisiere hiermit die kostenlose Freigabe der Straße von Hormus und gleichzeitig hebt die USA die Seeblockade sofort auf. Weltweite Schifffahrt, bitte freie Fahrt – lasst das Öl strömen!' Klingt wie ein Drehbuch aus einem Politthriller, aber Belege für tatsächliche Vereinbarungen? Fehlanzeige.
Interessant ist: Während Trump seit Wochen immer wieder behauptet, einen Durchbruch mit Teheran zu haben, gibt sich der Iran selbst eher zurückhaltend. Diesmal kam immerhin eine ganz eigene Note dazu: Iranische Staatsmedien gaben sogar, gestützt auf pakistanische Quellen, ein angebliches „Friedensabkommen“ bekannt – Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif sprang auf den Zug auf und postete dazu online Glückwünsche – auch wenn unklar bleibt, wer hier wem wie wirklich gratuliert.
Trumps angebliche Einigung mit dem Iran sorgt für Rätselraten, sowohl in Washington als auch international. Weder aus offizieller US- noch aus iranischer Seite wurden Details zur Natur oder zum Inhalt einer tatsächlichen Vereinbarung genannt; stattdessen bleibt vieles im Unklaren. Der politische Kontext: Seit dem Ausstieg der USA aus dem Atomdeal unter Trumps Präsidentschaft 2018 sind die Beziehungen zwischen den beiden Ländern angespannt – eine plötzliche Kehrtwende mit umfassender Freigabe iranischer Ölexporte wäre eine politische Erdbebenmeldung. Zudem deuten erste Reaktionen iranischer Medien sowie aus Pakistan an, dass viel Symbolik und Kommunikationsstrategie im Spiel sein könnten; ein konkreter Abschluss ist bislang nicht offiziell bestätigt. Hinzu kommt, dass die Situation im Persischen Golf nach wie vor angespannt ist, auch weil die Straße von Hormus als strategischer Engpass für den globalen Ölhandel gilt. Laut aktuellen Berichten anderer Nachrichtenportale gibt es Hinweise, dass Annäherungen im Hintergrund stattfinden, gleichzeitig aber Skepsis vorherrscht, ob es überhaupt ein international tragfähiges Abkommen gibt.