Deutschland: Wachstum bei Exporten – China überholt USA als Top-Handelspartner

Im Dezember 2025 verzeichnete Deutschland sowohl bei Exporten als auch bei Importen ein spürbares Plus gegenüber November. Besonders auffällig: China hat die USA als wichtigsten Handelspartner endgültig abgelöst.

heute 08:29 Uhr | 3 mal gelesen

Die Außenhandelszahlen für das Jahr 2025 lassen aufhorchen. Zwar ist das prozentuale Gesamtwachstum im Export mit 1,0 Prozent eher moderat ausgefallen, doch werfen die Details ein vielschichtigeres Licht auf die wirtschaftlichen Beziehungen: Im letzten Monat des Jahres stieg der Exportanteil so kräftig, dass insgesamt Waren im Wert von 133,3 Milliarden Euro die Landesgrenzen verließen. Gleichzeitig schlugen die Importwerte mit 116,2 Milliarden Euro zu Buche – alles saison- und kalenderbereinigt, versteht sich. Interessant: Mit einem Überschuss von 17,1 Milliarden Euro wurde ein recht robuster Außenhandelssaldo erzielt, auch wenn dieser im Vorjahresmonat höher lag. Die Handelsdynamik innerhalb der EU blieb dabei von großer Bedeutung. Mehr als die Hälfte aller Exporte gingen in EU-Mitgliedsstaaten, am stärksten in die Eurozone. Doch auch der Blick über Europas Grenzen hinaus offenbart Entwicklungen: Deutsche Exporteure fanden im Dezember 2025 jenseits der EU einen aufnahmefähigen Markt, mit einem Zuwachs von 5,0 Prozent zu November. Pikant – oder sagen wir, bemerkenswert: Obwohl die USA im Dezember 2025 das Zielland der meisten deutschen Warenausfuhren blieben, schrumpfte deren Jahresbilanz im Vergleich zum Vorjahr merklich. Gleichzeitig explodierten die Importe aus China weiter. China steigerte seinen Status nicht nur als Abnehmer deutscher Produkte, sondern ist nun auch wichtigster Lieferant – eine Verschiebung mit Gewicht. Rein nominal betrachtet, kletterten die deutschen Exporte im Dezember verglichen mit dem Vorjahr um 6,0 Prozent, die Importe um satte 8,4 Prozent. Und im Jahresverlauf zeigte sich ein ähnliches Bild, wenn auch die Exportüberschüsse insgesamt schrumpften. Bemerkenswert geringe Zahlen kommen weiterhin aus dem Handel mit Russland – politisch wohl kaum überraschend, aber wirtschaftlich spürbar. Stellt man alles zusammen, so ergibt sich folgendes Bild: Nach vielen Jahren haben die chinesisch-deutschen Handelsbeziehungen neue Rekordhöhen erreicht, während die Rolle der USA zwar nach wie vor zentral bleibt, jedoch erstmals auf den zweiten Platz verwiesen wurde. Das lässt sich nicht nur mit Zahlen belegen, sondern spiegelt auch die stetige Umwälzung globaler Lieferstrukturen wider – und vielleicht, mit einem kleinen Zweifel, lassen sich daraus noch deutlich größere geopolitische Fragen ablesen.

Deutschlands Außenhandel zieht zum Jahresende 2025 an, die Exporte steigen im Dezember kräftig um 4,0 Prozent, die Importe um 1,4 Prozent – im Jahresvergleich ein moderater Aufwärtstrend. Besonders stark fällt auf, dass China mit einem bilateralen Handelsvolumen von 251,8 Milliarden Euro erstmals die USA (240,5 Milliarden Euro) als wichtigster Partner ablöst, was auf nachhaltige Verschiebungen in den internationalen Lieferketten deutet. Ergänzend berichten aktuelle Medien (z.B. taz, Spiegel, Zeit) von politischen Diskussionen um Deutschlands wirtschaftliche Abhängigkeit von China und fordern teils eine Diversifizierung der Handelsbeziehungen und kritischere Handelspraktiken, vor allem mit Blick auf Menschenrechtsfragen und technologische Abhängigkeiten.

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