Autobesitzer sehen sich immer häufiger mit Zusatzgebühren für digitale Dienste im Fahrzeug konfrontiert, die das Gesamtpreisgefüge erheblich beeinflussen können. Die Marktanalyse von ADAC und c't belegt, dass mangelnde Transparenz und stark abweichende Preisstrategien der Hersteller eine realistische langfristige Kostenplanung erschweren. Neben dem Wunsch nach klaren Abo-Regelungen drängt die Diskussion auch auf offene Schnittstellen für Drittanbieter, damit Nutzer nicht dauerhaft an den jeweiligen Autohersteller gebunden bleiben. Mehrere aktuelle Berichte bestätigen den Trend wachsender Unzufriedenheit bei Verbrauchern, die sich durch die immer zahlreicher werdenden digitalen Abodienste im Auto gegängelt fühlen. Kritiker sehen die Gefahr, dass die Mobilitätskosten damit weiter steigen – gerade dann, wenn oftmals unklar bleibt, welche Funktion künftig zusätzlich bezahlt werden muss. Stimmen aus Branchenkreisen (u. a. IT- und Verbraucherschutzverbände) warnen bereits davor, dass ausgerechnet Komfort- und Sicherheitsfunktionen zum Geschäftsmodell werden könnten. Trotz Bemühungen mancher Marken um Offenheit gibt es bislang keine einheitlichen Standards, etwa bei der Übertragbarkeit von Abos oder der Anbindung externer Lösungen. In den letzten Tagen haben Medien über ähnliche Probleme beim digitalen Autonutzung berichtet: Die Süddeutsche Zeitung schildert die zunehmende Verunsicherung vieler Kunden durch Abo-Modelle im Kfz-Bereich und hebt die Forderungen des ADAC nach klareren Regeln hervor. Die FAZ beschäftigt sich mit der Problematik der Kostenfalle bei beim Wechsel des Fahrzeugbesitzers, während die Zeit auf die grundsätzliche Fragwürdigkeit von Komfort-Abos eingeht – im Mittelpunkt stehen dabei Datenschutz, technische Abhängigkeit und Fairness.