Baerbock sieht Boykott der WM 2026 in Nordamerika kritisch

Annalena Baerbock, heute Präsidentin der UN-Generalversammlung und frühere Außenministerin, hält wenig von einem Boykott der nächsten Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Sie warnt davor, politische Konflikte auf dem Rücken der Sportler auszutragen.

heute 00:03 Uhr | 2 mal gelesen

Ein Boykott – so Baerbock – würde zwangsläufig auch Kanada und Mexiko treffen, nicht nur die USA. Das fände sie schlicht ungerecht, weil auch diese Länder Gastgeber sind. Außerdem sei es zweifelhaft, ob ein solcher Schritt wirklich die gewünschte politische Wirkung entfalten würde – am Ende, so Baerbock, tragen vor allem die Sportlerinnen und Sportler die Konsequenzen. Sie hat gleichzeitig die Sportverbände und Politiker daran erinnert, dass sie in der Pflicht stehen: Werte wie Pressefreiheit, Anti-Diskriminierung und faire Einreisebedingungen dürften bei so großen Events nicht vernachlässigt werden. Baerbock zeigte sich zudem skeptisch, was die Versuche betrifft, internationale Sportveranstaltungen als Bühne für politische „Anhängerschaft“ zu missbrauchen. Insbesondere müssten alle Beteiligten im Vorfeld klare Kante zeigen und sich nicht instrumentalisieren lassen. Der Präsident der FIFA, Gianni Infantino, will offenbar Russland wieder zu Turnieren zulassen – Baerbock findet das unpassend, solange der Angriffskrieg gegen die Ukraine andauere. Kritik an einem Boykott der WM kam insbesondere, weil sich Debatten zur Politik der USA unter Trump sowie zu Vorwürfen gegen Mexiko und Kanada zuspitzen.

Annalena Baerbock hat sich klar gegen einen Boykott der Fußball-WM 2026 ausgesprochen und plädiert dafür, dass politische Auseinandersetzungen nicht auf die Schultern von Sportlerinnen und Sportlern abgewälzt werden sollten. Sie betont, dass internationale Sportverbände die Einhaltung ihrer eigenen Standards – etwa zu Menschenrechten oder Pressefreiheit – auch tatsächlich überprüfen und verteidigen müssen. Angesichts aktueller geopolitischer Spannungen, wie den Annexionsdrohungen der US-Regierung und der fragwürdigen Einstellung der FIFA gegenüber Russland, fordert sie stattdessen ein entschiedenes, aber konstruktives Vorgehen der Politik und der Sportwelt. Recherchen zeigen, dass viele jüngere Artikel ähnliche Stimmen beinhalten, etwa dass der Fußball auch in anderen Ländern zunehmend zum Politikum wird, aber viele Experten einen Boykott als ineffektiv ansehen. Daneben wird aktuell in mehreren Medien Berlins klare Haltung gegen den russischen Krieg und für die Rechte von Sportlerinnen und Sportlern hervorgehoben. Gleichzeitig wächst der öffentliche Druck auf Sportverbände, bei ihren Entscheidungen über Gastgeberländer und Teilnahmen nicht nur wirtschaftliche Interessen in den Vordergrund zu rücken, sondern ethische Standards tatsächlich anzuwenden.

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