Warnschuss an Merz: HDE fordert harte Konsequenzen für chinesische Online-Plattformen

Mit deutlichen Worten mahnt der Handelsverband Deutschland (HDE) die Politik, der Übermacht chinesischer Online-Riesen wie Temu oder Shein Grenzen zu setzen. In einem offenen Appell an Friedrich Merz fordert der Verband sogar einen möglichen Importstopp – das Maß sei voll.

heute 00:02 Uhr | 4 mal gelesen

„Wer hier dabei sein will, soll dieselben Spielregeln akzeptieren wie alle anderen – Punkt.“ Das ist sinngemäß die Botschaft des HDE in Richtung der Bundesregierung, aber eigentlich an ganz Europa adressiert. Seit Monaten wächst die Unzufriedenheit der Einzelhändler, weil Plattformen wie Shein und Temu mit Niedrigpreisen auf den Markt drängen, gleichzeitig aber Europa-Standards für Sicherheit oder Umweltschutz umschiffen – und die Bürokratie bleibt bei den lokalen Händlern hängen. Ehrlich gesagt: Das klingt fast wie ein schlechter Witz. Während Mittelständler unter Regulierungen ächzen, lachen sich große Importeure schlank. Der Verband schlägt Alarm, spricht von Nullwachstum und erodierender Substanz. Die Forderung, die Importbremse als „letzte Option“ einzusetzen, steht im Raum. Und ein Nebenschauplatz gleich mit: Die EU-Entwaldungsverordnung mache alles noch komplizierter, sei ein Bürokratiemonster sondergleichen. Der Wunsch: Weg damit, ohne Umwege. Ob Friedrich Merz die Erwartungen am 12. Februar beim EU-Gipfel erfüllen kann oder will? Eine Garantie gibt es nicht – aber Stillhalten geht offensichtlich nicht mehr.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) wendet sich mit drastischen Worten an CDU-Chef Friedrich Merz und verlangt, chinesischen Online-Plattformen wie Shein und Temu einen Riegel vorzuschieben, um Wettbewerbsverzerrungen zu verhindern. Neben der Forderung nach einem möglichen Importverbot für Produkte dieser Unternehmen kritisiert der HDE scharf die Auswirkungen der neuen EU-Entwaldungsverordnung, die nach Ansicht des Verbands die deutsche Handelslandschaft unverhältnismäßig belastet und eine Reform unmöglich macht. Recherchen bei taz, FAZ, Spiegel und weiteren Medien zeigen, dass die Debatte um unfaire Handelspraktiken chinesischer Unternehmen schon länger schwelt; der Ruf nach strengeren Regelungen wird lauter, insbesondere weil deutsche Betriebe Umsatzeinbußen, gestiegene Kosten und Bürokratie als existenzbedrohend ansehen – laut FAZ betonen Handelsverbände zudem, dass die mangelnde Kontrolle von Produktsicherheit und Zollbestimmungen weiteren Druck auf den Mittelstand ausübt; ein Spiegel-Bericht beleuchtet außerdem, dass die EU-Kommission Wege prüft, Lieferketten transparenter und ökologischer zu machen, während sich in Brüssel Widerstand gegen die vollständige Abschaffung der Entwaldungsverordnung formiert.

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