Autokraten und Humor – das verhält sich ungefähr wie Schrippen und Diät: Man kann beides schätzen, aber zusammen geht's meistens schief. Pastewka bringt diesen Gedanken ziemlich trocken auf den Punkt. Seine Sorge gilt einer Entwicklung, die oft mit einem Schulterzucken abgetan wird: Wenn Populisten in mächtigen Ländern wie den USA anfangen, Journalisten und kritische Stimmen mundtot zu machen, dann ist das eben nicht die übliche Politklamotte – das ist, mit Pastewkas Worten, brandgefährlich für das große Ganze.
Censorship? Hat er noch nie direkt erlebt, sagt er – aber diese bequeme Sicherheit ist für ihn trügerisch. Denn: So schnell wie kritische Künstler im Visier landen, kann man gar nicht 'Satire' sagen. Er blickt auch nach Deutschland und wirkt fast ein wenig melancholisch: Demokratie, so robust sie uns erscheinen mag, sei bei genauerem Hinsehen ziemlich empfindlich. Pastewka hat keine Scheu, Dinge klar zu benennen. Die Rechtsextremen in Deutschland? Sie pöbeln, sie schüren Hass, aber sie bringen – wenn es darauf ankommt – keine echten Alternativen. In Pastewkas Sicht sind gerade Entertainer und Satiriker beliebte Zielscheiben, eben weil sie für etwas stehen: Für eine eigene, unabhängige Stimme. Und vielleicht, so zwischen Ernst und feinem Spott, steckt darin ein Plädoyer, sich nicht unterbuttern zu lassen – auch im Alltag.
Bastian Pastewka kritisiert mit spitzer Zunge die zunehmenden Angriffe auf Meinungs- und Pressefreiheit, vor allem durch autoritäre Tendenzen sowohl in den USA als auch in Deutschland. Er ruft dazu auf, die scheinbare Sicherheit in der eigenen Demokratie nicht als selbstverständlich zu betrachten, sondern wachsam zu bleiben – gerade, weil Entertainer und kritische Geister oft früh attackiert werden. Neuere Diskurse, etwa über die Rolle der öffentlich-rechtlichen Medien und den Umgang mit Rechtsruck und Populismus, sind Pastewka zufolge Ausdruck einer fragilen gesellschaftlichen Balance. Aktuelle Recherchen zeigen zudem, dass die Bedrohung von Journalisten in den USA unter der politischen Polarisierung zunimmt, und auch in Deutschland eine zunehmende Radikalisierung von rechten Gruppierungen für Unsicherheit sorgt. Die Rolle von Kabarett und Satire bleibt in diesen Auseinandersetzungen bedeutend, wie etwa auch jüngste Debatten im Rahmen von ARD und ZDF verdeutlichen.