Alexander Dobrindt bleibt dabei: Ein Boykott der Fußball-WM ist aus seiner Sicht keine geeignete Antwort auf die Politik von Donald Trump; vielmehr sollte man Sport und politische Konfliktlinien möglichst trennen. Ihm ist dabei durchaus bewusst, dass die jüngsten Fernsehbilder aus den USA – etwa das schroffe Vorgehen der Behörde ICE – viele Menschen schockieren, und er sieht das aus deutscher Perspektive ähnlich kritisch. Die Debatte um die Vermischung von Sport und Politik ist nicht neu: Gerade bei Großevents wie der WM kommt sie alle paar Jahre wieder hoch, wobei sich auch andere Politiker, wie Boris Pistorius, betont zurückhaltend gegenüber Forderungen nach Boykotten zeigen. Bemerkenswert in der aktuellen Medienlage: Während politische Skandale eigentlich einen starken Drang nach Reaktion erzeugen, bleiben maßgebliche deutsche Amtsträger erstaunlich gelassen und mahnen zu rationalen Antworten.
heute 11:55 Uhr