Dobrindt sieht zahlreiche Hinweise bei Ermittlungen zu Berliner Strom-Anschlag

Alexander Dobrindt (CSU) berichtet, dass die ausgelobte Million Euro Belohnung im Fall des Angriffs auf das Stromnetz der Hauptstadt mittlerweile viele Tipps hervorgebracht habe. Laut eigenen Angaben könnten diese den Ermittlern auf die richtige Spur verhelfen.

heute 09:10 Uhr | 2 mal gelesen

‘Seitdem die Belohnung öffentlich gemacht wurde, trudelt beim BKA ein ganzer Schwung an Hinweisen ein’, erklärte Dobrindt im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er betonte aber auch, dass bislang niemand wirklich sicher sagen könne, ob darunter ein konkreter Treffer sei – die Auswertung laufe noch. Die Ermittler prüfen alles akribisch und hoffen auf eine entscheidende Fährte. Die Belohnung, so der CSU-Politiker weiter, gibt es nur, wenn ein Hinweis wirklich zur Aufklärung beiträgt. Bemerkenswert ist die Einschätzung, dass innerhalb der linksextremen Szene offenbar recht unterschiedliche Meinungen zum Tathergang kursieren. Viele Berliner hatten durch den Anschlag tagelang keinen Strom und saßen bei eisigen Temperaturen im Dunkeln. Dobrindt vermutet, dass das Stillschweigen in Teilen dieser Szene durchaus brüchig sei. Er erläutert außerdem, dass eine Befristung der Belohnung – hier bis 24. Februar – wichtig ist, um den Druck zu erhöhen. Eine ewige Überlegungsfrist für Mitwissende würde die Aufklärung unnötig verlangsamen. ‘Wir wollen niemandem ein Jahr Zeit geben, um sich mit seinem Gewissen auseinanderzusetzen’, sagte er etwas nüchtern, aber nachvollziehbar.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt zufolge sind nach Auslobung einer Million Euro Belohnung zahlreiche Hinweise auf den Anschlag auf das Berliner Stromnetz eingegangen, deren Prüfung derzeit läuft. Er betont, dass nur Hinweise, die konkret zur Ergreifung der Täter führen, honoriert werden. Die Belohnung ist befristet, um so schnell wie möglich Ergebnisse zu erzielen, wobei ein möglicher Informationsbruch innerhalb der mutmaßlich linksextremen Szene erhofft wird. Laut aktuellen Medienberichten ist die Stimmung in Berlin weiterhin angespannt, da viele Bürger das Vertrauen in die Sicherheit der Energieversorgung verloren haben. Experten diskutieren über die mögliche Motivation hinter dem Anschlag und weisen darauf hin, dass die gezielte Schwächung kritischer Infrastruktur zunehmend zu einem sicherheitspolitischen Thema in Deutschland wird. Inzwischen bemühen sich Sicherheitsbehörden, durch engere Zusammenarbeit mit Energieversorgern und digitale Nachverfolgung einen erneuten Vorfall zu verhindern.

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