Union verliert – AfD erneut vorn in aktueller Umfrage

Die Union muss einen weiteren Rückschlag bei der Sonntagsfrage verkraften. Die AfD zieht vorbei und setzt sich erneut an die Spitze der Wählergunst.

heute 12:41 Uhr | 3 mal gelesen

Wie jede Woche fragt INSA im Auftrag der 'Bild am Sonntag' nach der Stimmung im Land. Und dieses Mal zeigt sich ein relativ klares Bild: Die Union (CDU/CSU) hat einen Prozentpunkt eingebüßt und landet nun bei 25 Prozent – einen Zähler weniger als noch in der Vorwoche. Im selben Atemzug bleibt die AfD stabil bei 26 Prozent und ist wieder stärkste Kraft in der Umfrage. Nicht revolutionär, aber doch bemerkenswert. Irgendwie scheint momentan wenig Bewegung im Feld der Parteien zu sein: die SPD bleibt fest bei 16 Prozent, die Grünen stagnieren weiterhin bei 11 Prozent. Die Linke scheint mit 10 Prozent noch überraschend stabil, während sowohl das BSW mit 4 Prozent als auch die FDP mit 3 Prozent aktuell an der berühmten Fünf-Prozent-Hürde scheitern würden. Interessant, aber eher ernüchternd: Lediglich 23 Prozent der Befragten sagen noch, sie seien mit Bundeskanzler Friedrich Merz zufrieden – einen ordentlichen Satz minus im Vergleich zum letzten Mal; 67 Prozent finden seine Arbeit ungenügend. Und auch die schwarz-rote Regierung insgesamt kann bei den Befragten kaum noch punkten. Ganze 68 Prozent sind von ihrem Wirken enttäuscht

Die jüngsten Zahlen von INSA bestätigen den aktuellen Trend: Die Union verliert ein wenig an Rückhalt, während die AfD ihren Vorsprung behauptet. Die Koalition erreicht insgesamt immer weniger Zustimmung – SPD, Grüne und Linke treten auf der Stelle oder verlieren leicht. BSW und FDP verpassen klar den Einzug ins Parlament, zugleich ist die Unzufriedenheit mit Bundeskanzler Merz und der gesamten Regierung in der Bevölkerung weiterhin hoch. Neuere Recherchen zeigen, dass die Unzufriedenheit mit der Ampel auch durch die aktuellen Haushaltsverhandlungen und Streitereien verschärft wird. In verschiedenen Leitmedien werden zudem die andauernde Unsicherheit in Europa, die Haushaltsdebatten und die anhaltende Schwierigkeit, die AfD politisch einzudämmen, als Gründe für das volatil bleibende Wählerverhalten beschrieben. Laut DW.com und Zeit.de sorgt die Verunsicherung über deutsche und europäische Zukunftspolitik für wachsendes Misstrauen gegenüber den etablierten Parteien.

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