Thomas Röwekamp (CDU) befürwortet grundsätzlich die Idee einer europäischen nuklearen Abschreckung, wie sie unlängst vom EVP-Chef Manfred Weber ins Gespräch gebracht wurde. Er grenzt sich allerdings deutlich von einer erneuten deutschen Atommacht ab, da dies völkerrechtlich nicht möglich sei und verweist auf die langfristige Abschreckungsrolle der USA. Gleichzeitig erkennt er an, dass eine stärkere europäische Beteiligung nötig wird, beispielsweise durch Frankreichs oder Großbritanniens Atomwaffen, während Kritiker wie Strack-Zimmermann darauf hinweisen, dass konventionelle und digitale Verteidigung Europas derzeit dringendere Baustellen seien, und der Aufbau eines eigenständigen europäischen Nuklearschirms allein schon technisch wie politisch eine Herkulesaufgabe wäre. Erweiterung (Ergänzt aus aktueller Recherche): Immer wieder entflammt die Debatte um Europas Abhängigkeit von den USA im Bereich Sicherheit, gerade angesichts geopolitischer Spannungen, beispielsweise mit Russland oder China. Neuerdings machte Präsident Macron Schlagzeilen mit seiner Forderung nach stärkerer europäischer Souveränität, auch militärisch. Auch der Nato-Gipfel in Washington (2024) rückte das Thema erneut ins Rampenlicht, nachdem US-Ex-Präsident Trump Zweifel an Amerikas Bündnistreue gesät hatte. Im Juni 2024 veröffentlichten zahlreiche deutsche Leitmedien Analysen zum noch immer fehlenden Konsens in der EU über Sicherheits- und Verteidigungsstrukturen. Die Frage, wie realistisch ein EU-Nuklearschirm ist, bleibt offen – zumal nationale Egoismen und die technischen wie politischen Hürden gigantisch sind. Einigkeit scheint immerhin darin zu bestehen, dass Europas Sicherheitsfundament breiter aufgestellt werden muss, etwa mit neuer Ausrüstung, mehr Geld und einer effizienteren Koordination der Streitkräfte.
01.02.26 22:43 Uhr