Die Energiewende bleibt eine enorme Gemeinschaftsaufgabe – und irgendwie scheint es, als müssten immer nur die Erwachsenen ran. Aber mittlerweile verfolgen einige Bildungseinrichtungen einen ziemlich cleveren Ansatz: Warum nicht mal bei den Kindern anfangen? Das ist zumindest die Idee hinter dem Forschungsprojekt 'Wwww2_Coole_Energie', in das das Department Energie & Umwelt der Hochschule Burgenland kräftig Arbeit steckt. Klingt sperrig, ist aber tatsächlich ziemlich wirkungsvoll: Über Workshops werden burgenländische Schülerinnen und Schüler spielerisch zu kleinen 'Fachleuten' für Energiesparen, Photovoltaik oder Wärmetechnik ausgebildet – und das scheint ihnen auch noch Spaß zu machen! Das Besondere: Die Kinder lassen das neue Wissen nicht einfach versickern, sondern tragen es weiter – direkt ins Elternhaus. Im Abschlussworkshop durften die Jugendlichen ihren Eltern zeigen, was sie draufhaben. Die Eltern bekamen sogar die seltene Gelegenheit, sich direkt mit Expertinnen und Experten etwa für Wärmepumpen, Biomasse oder smarte Lichttechnik auszutauschen. Viele nutzten das mit kindlicher Unterstützung gern, etwa ein Vater, der die anschauliche Erklärung zur Wärmepumpe lobte und meinte, er hätte das Thema noch nie so schnell begriffen. Mit dabei im Projekt sind neben der HTL Pinkafeld auch Volksschulen und sogar ein Kindergarten aus der Umgebung – also rund 110 Kinder, die beim Thema Klimaschutz jetzt das Ruder fest in der Hand halten. Mehr Infos oder die Möglichkeit zum Bewerben für einen Studienplatz gibt's übrigens auf www.hochschule-burgenland.at.
Das burgenländische Projekt setzt klug darauf, dass Kinder nicht nur sich selbst, sondern auch ihr soziales Umfeld nachhaltig positiv beeinflussen können, indem sie ihren Eltern Wissen und Motivation zur Energiewende vermitteln. Initiativen wie diese sind vor dem Hintergrund, dass laut zahlreichen Studien Kinder viel Einfluss auf familiäre Entscheidungen haben – vor allem wenn es um Alltagsroutinen, Techniknutzung oder sogar größere Investitionen geht – ein wichtiger Baustein der Energietransformation. Besonders erfolgreich zeigte sich dabei, dass das neu erworbene Know-how durch praktische Workshops und den Austausch mit echten Expertinnen und Experten vertieft und gefestigt werden konnte.
Laut Spiegel.de spielen Bildungsprojekte eine entscheidende Rolle beim Erreichen der deutschen Klimaziele, indem sie das Bewusstsein für erneuerbare Energien und Effizienz bereits in jungen Jahren fördern. Die Zeit berichtet, dass gerade regionale Initiativen und das Einbeziehen der Familie entscheidend sind, um nachhaltiges Alltagsverhalten langfristig zu verankern. Eindrucksvoll hebt auch die FAZ aktuell in einer Analyse hervor, wie innovative pädagogische Ansätze und Praxisprojekte – wie das burgenländische Beispiel – für sehr viel Schwung beim Umdenken in Sachen Klimaschutz sorgen.