Merz plant bedeutende Gespräche auf Münchner Sicherheitskonferenz

Friedrich Merz (CDU) hat für die bevorstehende Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) eine Reihe bilateraler Zusammenkünfte auf seinem Kalender stehen. Unter anderem will er sich mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj sowie dem US-Politiker Marco Rubio austauschen – das wurde am Dienstag aus dem Umfeld der Bundesregierung bekannt.

heute 10:59 Uhr | 5 mal gelesen

Neben diesen Treffen ist auch ein Gespräch mit Kaliforniens demokratischem Gouverneur Gavin Newsom vorgesehen. Zusätzlich soll es am Rand der Sicherheitskonferenz ein sogenanntes 'E3-Treffen' geben: Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Großbritanniens Premier Keir Starmer werden sich zu vertraulichen Beratungen zusammensetzen. Für das traditionelle 'McCain Dinner' kündigt sich eine Änderung an – dieses Jahr wird der Kreis verkleinert: Weniger Manager, dafür mehr hochrangige Amtsträger. Interessant am Rande: Gerade solche Veränderungen in den Gästelisten sagen oft mehr über die politischen Prioritäten als so manches offizielle Statement.

Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz nutzt die MSC für intensive Gespräche mit internationalen Spitzenpolitikern, darunter der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom und US-Politiker Marco Rubio. Speziell die Einladung zu einem kleineren, stärker auf politische Akteure fokussierten McCain Dinner lässt auf einen erhöhten Drang schließen, politische Koordination im persönlichen Rahmen zu intensivieren und Wirtschaftsinteressen kurzfristig etwas zurückzustellen. Die Sicherheitskonferenz steht insgesamt unter dem Zeichen des anhaltenden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, neuer Unsicherheiten in den transatlantischen Beziehungen sowie verstärkter Gespräche über Europas Rolle im globalen Machtgefüge. Weitere Ergänzung: Laut „Süddeutscher Zeitung“ werden auf der Konferenz unter anderem Fragen der europäischen Verteidigung und des Engagements für die Ukraine in den Mittelpunkt gestellt, auch vor dem Hintergrund wachsender Unsicherheiten über die künftige US-Politik nach den Präsidentschaftswahlen. Die „Zeit“ hebt hervor, dass in München deutlich mehr politisches Personal, insbesondere aus Osteuropa, Präsenz zeigt. Aus der „FAZ“ geht hervor, dass trotz angespannter Sicherheitslage ein bemerkenswert offener Dialog zwischen den politischen und militärischen Entscheidern gesucht wird.

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