2026 im Zeichen gigantischer Firmenübernahmen: JP Morgan sieht Mega-Deals voraus

Laut JP Morgan könnten schon bald spektakuläre Übernahmen das internationale Wirtschaftsgeschehen prägen. Zuletzt waren Transaktionen wie der Verkauf von Electronic Arts für 55 Milliarden Dollar und die Übernahme von Warner Bros. durch Netflix für 72 Milliarden Dollar erst der Auftakt.

heute 13:32 Uhr | 1 mal gelesen

Filippo Gori, einer der globalen Leiter des Investmentbankings bei JP Morgan, äußerte gegenüber dem Handelsblatt, dass wir erst am Anfang einer neuen Welle großer Firmenzusammenschlüsse stehen. Vergangene Mega-Deals hätten eine Kettenreaktion ausgelöst – 2026 sei wohl der nächste große Höhepunkt zu erwarten. "Unsere Pipeline ist so prall gefüllt wie selten zuvor", betont Gori. Die Gründe dahinter sind vielschichtig: zum einen verleihen die aktuell günstigen Finanzierungsmöglichkeiten und das stabile Zinsumfeld Unternehmen sowie Investoren neuen Schwung. Zum anderen hätten sich die Akteure laut Gori an die globalen Unsicherheiten angepasst – geopolitische Turbulenzen stoppen also kaum noch Übernahmelust. Besonders in den USA, beeinflusst durch wirtschaftsfreundliche Maßnahmen der Regierung (die Erwähnung Donald Trumps fällt auf, wenngleich der Blick auf die Zukunft nicht nur auf Einzelpersonen projiziert werden sollte), werde die Dynamik anhalten. Gori sieht aber auch Chancen in Europa: Dort könnten groß angelegte Zusammenschlüsse helfen, die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den USA und Asien, etwa in Tech, Rüstung oder Infrastruktur, zu sichern. Das klingt ambitioniert – ob es so kommt, bleibt spannend.

JP Morgan prognostiziert für 2026 eine selten zuvor gesehene Flut riesiger Unternehmensübernahmen. Ausschlaggebend dafür seien vor allem einfache Finanzierungsbedingungen, stabile Zinsen und die wachsende Bereitschaft, trotz geopolitischer Risiken große Deals zu tätigen. Interessanterweise gilt gerade der technologische, infrastrukturelle und verteidigungspolitische Aufholbedarf Europas als zentraler Treiber für neue Zusammenschlüsse – eine Entwicklung, die Investoren und Beobachter gleichermaßen elektrisiert. Ergänzend berichtet beispielsweise ‚Der Spiegel‘ von einer zunehmenden Konsolidierungswelle am europäischen Markt und beleuchtet dabei kritisch, wie große Fusionen nicht nur Synergien schaffen, sondern auch Ängste vor Monopolen schüren. Auch auf ‚t3n.de‘ ist zu lesen, dass gerade Technologiekonzerne gezielt kleinere Konkurrenten aufkaufen, um sich selbst widerstandsfähiger gegen globale Marktschwankungen aufzustellen. ‚FAZ.net‘ thematisiert zudem die Rolle politischer Weichenstellungen: Staatliche Regelungen und internationale Handelsabkommen bestimmen zunehmend, welche Übernahmen möglich bzw. strategisch sinnvoll sind.

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