ProSieben eröffnet sein Frühlingsprogramm mit einem dokumentarischen Rundumschlag auf der Prime Time: Den Anfang macht am 2. März 'THILO MISCHKE. Trump – The greatest Realityshow', eine Reportage, in der Trump weniger als nüchterner Politiker auftritt, sondern vielmehr als Star seiner eigenen Dauerperformance. Mischke reist quer durch Amerika – von Washington über Memphis bis nach Los Angeles –, holt Stimmen von Fans, Behörden, politischen Gegnern und denen, die das alles irgendwie zu surreal finden, um es noch vollständig zu begreifen.
In den folgenden Wochen wird das Format noch brisanter: Jenke von Wilmsdorff nimmt sich das Schattenimperium der chinesischen Triaden vor und wagt den Sprung ins Goldene Dreieck, einer berüchtigten Ecke in Südostasien, wo illegale Geschäfte Alltag sind. Opfer und Täter kommen zu Wort – das ist selten, unbequemer Stoff. Am 16. März stellt Linda Zervakis dann die ketzerische Frage, wieso Deutschland eigentlich immer noch auf die nächste große Innovation wartet und ob das Land im globalen Wettlauf an Schlagkraft verliert. Schlusspunkt der Frühjahrsreihe ist „Das Geschäft mit dem Coaching“: Mischke durchleuchtet die Coaching-Szene zwischen spiritueller Motivation und eiskalter Manipulation, und seine Spur führt ihn diesmal bis nach Dubai und Südostasien. Bald gibt’s das alles auch zum Nachschauen bei Joyn.
(Nebenbei: Kontakt und Bildmaterial gibt’s, wie fast immer, direkt beim Sender oder den dortigen Pressestellen. Was fehlt? Vielleicht ein bisschen Hoffnung, aber das ist ein anderes Thema.)
ProSieben startet im März eine neue Montagabend-Reportagenreihe, die auf Aktualität und investigative Storys setzt. Themen wie Donald Trumps Rolle im News-Zirkus, die schwer fassbaren Strukturen chinesischer Triaden und die Innovationsdebatte in Deutschland werden dabei aus verschiedenen, teils sehr persönlichen Perspektiven beleuchtet. Die Mischung aus gesellschaftspolitischer Analyse, Vor-Ort-Recherche und subjektiven Einschätzungen sorgt für einen ungewöhnlich vielschichtigen Zugang, der weniger auf glatte PR als auf Widerspruch, Zweifel und direkte Begegnungen mit unterschiedlichen Menschen setzt.
Aktuell finden sich im Netz zahlreiche Diskussionen darüber, wie politische Inszenierung die Nachrichtenlandschaft prägt, unter anderem angesichts der laufenden Vorwahlen in den USA und neuer Enthüllungen rund um Elon Musk als Medienfigur. Auch ist der Wunsch nach differenzierter Aufarbeitung internationaler Kriminalität und Wirtschaftsentwicklung nach wie vor hoch – nicht zuletzt, weil klassische Nachrichtensendungen oft Zeitdruck und Oberflächlichkeit spüren. Hinzu kommt: Im Bereich Coaching und Selbstoptimierung herrscht nach Jahren des Booms zunehmend Skepsis, was Nutzen und Lauterkeit angeht – rapportiert auch die „Süddeutsche“ in einem aktuellen Leitartikel.