Krisensymptome im deutschen Industriesektor – AfD sieht Verantwortliche in der Politik

Eine aktuelle Studie warnt: Die deutsche Industrie beschäftigt so wenige Menschen wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr. Alice Weidel, Sprecherin der AfD, gibt der Bundesregierung die Schuld – und fordert radikale Kurswechsel.

heute 12:00 Uhr | 2 mal gelesen

Es rumort in der deutschen Wirtschaft, insbesondere unter Industrieunternehmen. Laut einer Untersuchung der Bertelsmann Stiftung fällt der Industriebereich nicht nur bei der Beschäftigung zurück, auch investitionsfreudig zeigt sich aktuell kaum jemand. Besonders problematisch: Stellen, die frei werden, lassen sich immer schwerer nachbesetzen – ein Umstand, der nicht erst seit Corona oder Ukrainekrieg existiert, sondern sich schleichend aufgebaut hat. Alice Weidel meldet sich dazu erwartungsgemäß pointiert zu Wort. Ihre Kritik: Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit bröckelt am Standort wegen Energiepreisen, üppigen Steuern und einer endlosen Zettelwirtschaft. Wenn sie über die Bundesregierung spricht, fallen scharfe Worte über angeblich fehlgeleitete Ausgabenpolitik und fehlenden Erneuerungswillen gerade bei Infrastruktur und Bildung. Auch bekannte AfD-Forderungen, wie die Rückkehr zur Kernenergie, geringere CO2-Abgaben und die Fokussierung auf nationale Fachkräfteausbildung, lässt sie nicht aus. Ihr Tenor ist klar: Es brauche eine völlige Neuordnung der Wirtschaftspolitik – und zwar ohne „grüne Brille“. Was davon tatsächlich belastbar ist und welche Vorschläge aufgreifbar wären, das wird – wenig überraschend – stark verschieden bewertet. Sicher ist nur: Die Diskussion um Standortfaktoren und die Rolle politischer Rahmenbedingungen bleibt hochaktuell und emotional aufgeladen.

Die Industrie steht in Deutschland erneut auf dem Prüfstand. Während die Bertelsmann-Studie vom anhaltenden Rückgang bei den Beschäftigtenzahlen berichtet, argumentiert Alice Weidel (AfD), dass die Regierung durch hohe Steuern, Bürokratie und teure Energie unnötig Steine in den Weg legt. Tatsächlich bestätigen jüngste Berichte aus Wirtschaftskreisen, dass mangelnde Investitionen und Fachkräftemangel die Produktionsstandorte schwächen. Hinzu kommen geopolitische Spannungen, gestiegene globale Energiepreise und Unsicherheit durch künftige Regularien auf EU- und Bundesebene. In aktuellen Wirtschaftsnachrichten werden auch Verbesserungspotenziale bei Digitalisierung, Infrastruktur und Bildung betont – nicht nur von der AfD. Insgesamt herrscht branchenübergreifend Einigkeit darüber, dass politisches Handeln gefragt ist, wenngleich die vorgeschlagenen Wege deutlich auseinandergehen.

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