Sven Schulze setzt sich dezidiert für harte Maßnahmen gegen sogenannte islamistische Gefährder mit doppelter Staatsangehörigkeit ein. Seine Forderung, ihnen die deutsche Staatsbürgerschaft zu entziehen, stößt auf eine teils emotional geführte Debatte – insbesondere nach dem schweren Terroranschlag von Magdeburg, der das Sicherheitsgefühl vieler Menschen erschüttert hat. In ganz Deutschland wächst der politische Druck, gesetzliche Wege für einen schnellen Entzug der Staatsbürgerschaft zu schaffen, wobei die Grundgesetzlage und Praktikabilität noch immer heftig umstritten sind. Schulzes Aussagen stoßen dabei sowohl auf Zustimmung in Teilen der Bevölkerung als auch auf kritische Stimmen, die Grundrechte, Integration und Diskriminierung in den Vordergrund rücken. In aktuellen Medienbeiträgen wird das Thema weiter aufgegriffen: Laut Artikel der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" gibt es vermehrt Überlegungen zur Verschärfung von Ausweisungs- und Abschieberegeln in Bund und Ländern. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet von Forderungen aus CDU-geführten Ländern nach mehr Kompetenzen für die Länderregierung. Außerdem diskutieren Medien wie die "Zeit" die verfassungsrechtlichen Grenzen eines solchen Vorgehens und den gesellschaftlichen Spagat zwischen Sicherheit und rechtsstaatlichen Prinzipien. In mehreren Bundesländern wird aktuell die Möglichkeit geprüft, wie und ob Doppelstaatlern im Extremfall tatsächlich die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen werden kann.