Fußballfieber im Wohnzimmer: Wie Deutschland die WM verfolgt

Mehr als drei Viertel der Deutschen ziehen das heimische Sofa den Fangesängen beim Public Viewing vor – das zeigt eine neue Umfrage zur Fußball-WM.

heute 10:05 Uhr | 5 mal gelesen

Die Deutschen und ihre Wohnzimmer: Das Zusammenspiel ist altbewährt, vor allem, wenn es um die Übertragung großer Fußballereignisse geht. Laut einer aktuellen Befragung von Bitkom Research geben 77 % der Menschen an, wenigstens einige WM-Spiele in den eigenen vier Wänden zu schauen. Persönlich gefragt, kenne ich das auch – das berühmte 'Familien-Wohnzimmer-Event', bei dem Großtante und Nachbarsjunge gemeinsam bibbern, während in der Küche die Snacks ausgehen. Na gut, bei mir scheitert’s manchmal schon an der Fernbedienung, aber das ist ein anderes Thema. Nicht nur im eigenen Wohnzimmer, auch im Kreis von Freunden oder Familie wird häufig Fußball gesehen: 64 % schauen Spiele in geselliger Runde bei Bekannten. Manchmal bieten sich Bars, Kneipen oder Restaurants als Bühne für das gemeinsame Fußballerlebnis an, was immerhin die Hälfte der Befragten für sich beansprucht. Public Viewing auf großen Plätzen? Das zieht etwa ein Drittel regelmäßig an. Ach ja, und 13 % der Deutschen sehen offenbar das Problem, das mit unterwegs-auf-dem-Handy-gucken so einhergeht: kleine Displays, viel Hektik, selten echte Torjubel-Atmosphäre. Und, bien sûr, 12 % lassen das Spiel neben der Arbeit mitlaufen – multitaskingfähig oder heimlich, bleibt offen. Die Basis für diese Zahlen liefert eine telefonische Umfrage unter 1.004 Menschen ab 16 Jahren, die zwischen Mai und Juni 2026 in Deutschland durchgeführt wurde. Interessant ist doch, wie unterschiedlich die Fußballleidenschaft zelebriert wird: Ob mit Chipskrümeln im Teppich oder gemeinsam mit vielen anderen an der Zapfanlage.

Die Zahlen bestätigen das, was viele schon lange beobachten: Der Großteil der Deutschen genießt die WM am liebsten gemütlich im eigenen Zuhause, egal ob alleine oder mit Freunden. Dennoch bleiben Kneipen, Restaurants und Fanmeilen wichtige Treffpunkte für gemeinschaftliche Fußballfreude, die aber keinesfalls die Wohnzimmerkultur verdrängen. Aktuell zeigen Medienberichte, dass mit der zunehmenden Digitalisierung auch das Streamen von WM-Spielen auf mobilen Endgeräten immer beliebter wird – besonders bei jüngeren Fans, die Flexibilität schätzen, aber auch die Kontrolle über das eigene Zuschauerlebnis behalten möchten. In der Diskussion steht dabei zunehmend die soziale Komponente des Fußballschauens: Während Public Viewing das Wir-Gefühl stärkt, bleibt das Wohnzimmer ein sicherer Rückzugsort. Auffällig: Das Home-Viewing wird verstärkt durch technische Möglichkeiten wie Smart TVs, Streaming-Dienste und komfortable App-Integration – Trends, die auch über 2026 hinaus tragend sein dürften.

Schlagwort aus diesem Artikel