Es war ein kurioses Qualifying in Ungarn: Lando Norris zauberte im McLaren eine Runde auf den Asphalt, die gerade mal zwölf Tausendstel schneller war als die von Lewis Hamilton – so knapp kann Motorsport sein. Die Uhr stoppte für Norris bei 1:17.207 Minuten. Damit durchbrach er zum ersten Mal in dieser Saison die Phalanx der sonst so dominanten Silberpfeile.
Max Verstappen schien zunächst das Maß der Dinge, presste sich im Red Bull nach vorn, wirkte überlegen. Aber dann – typisch Sport – fehlte im letzten und entscheidenden Quali-Abschnitt der berühmte Funke, und so fiel er zurück auf Rang sechs. Ungünstig auch für George Russell: Ein technischer Defekt schnitt ihm jäh den Wind ab, schon in Kurve 1 rollte der Mercedes aus und alle Hoffnungen auf einen besseren Startplatz zerplatzten wie Seifenblasen.
Als sich das Feld zum Showdown rüstete, führte erst Hamilton, doch dann – fast wie aus dem Nichts – legte Norris seine Runde hin. Leclerc blieb konstant stark, genau wie der junge Antonelli, die sich ebenfalls Plätze hinter der Spitze sichern konnten. Es sind solche Momente, in denen der Sport ein Eigenleben entwickelt, irgendetwas zwischen Nervenflattern und Perfektion.
Lando Norris errang beim Qualifying für den Großen Preis von Ungarn seine erste Pole der Saison – ein äußerst knapper Vorsprung von nur 0,012 Sekunden trennte ihn von Lewis Hamilton. Das Qualifying brachte einige Überraschungen: Während Max Verstappen nach frühem Auftrumpfen am Ende nur Platz sechs blieb, stoppte ein Defekt bei George Russell alle Ambitionen. Norris' Pole beendet zudem die bisherige Dominanz von Mercedes in dieser Saison – und sorgt für ordentlich Spannung vor dem Rennen.
Aktuelle Informationen aus dem Netz zeigen, dass vor allem die Bedingungen in Budapest (hohe Temperaturen, veränderliche Streckenhaftung) für zusätzliche Dramatik im Qualifying sorgten. Außerdem rückt das Mittelfeld unter den Teams ungewöhnlich eng zusammen, was das Rennen noch unvorhersehbarer machen könnte. Debatten um die Entwicklung der Boliden, die Reifenstrategie und die einzelnen Fehler in den entscheidenden Sekunden kamen zudem auf: Während McLaren signifikante Fortschritte am Chassis verbuchte, sehen Kritiker Mercedes aktuell auf einem Wackelstuhl zwischen alter Stärke und neuen Herausforderungen.