Deutschland hat sich in den letzten Jahren ein echtes Renommee als Gastgeber großer Sportevents erarbeitet. Christiane Schenderlein brachte das am Donnerstag in einem Interview mit RTL und ntv ziemlich auf den Punkt – sie sprach etwa von der erfolgreichen EURO 2024 und der in Planung befindlichen Frauen-EM 2029. Dazu kommt der Blick in Richtung Olympia, Paralympics und die andauernde Rolle Deutschlands im Weltsport. Der wichtige Aspekt: Wenn man das Turnier selbst ausrichtet, kann man auch eigene Schwerpunkte setzen. Das bedeutet nicht bloß Fußball, sondern auch Themen wie Fairness, Transparenz und Nachhaltigkeit – ständig wiederkehrende Schlagworte, aber offenbar hier ernst gemeint. Schenderlein betonte: Menschenrechte, offener Umgang sowie Respekt und Zusammenhalt wären keine „Nice-To-Haves“, sondern knallharte Forderungen an internationale Turniere auf deutschem Boden. Ein gewisser Grundstolz schwingt mit: Die Ministerin unterstreicht, dass deutsche Infrastruktur im Profifußball bereits sehr gut sei. Zusätzliche Investitionen würden sich eher auf den Breiten- und Amateursport konzentrieren (Stichwort: Sportmilliarde). Interessant ist ihr Augenmerk auf Ostdeutschland, eine Region, die 2006 mit Leipzig eher randständig vertreten war. Diesmal – das verspricht sie mehrmals – könnte es anders laufen. Vielleicht ist das auch ein Signal an jene, die sich in der Vergangenheit abgehängt fühlten. Schenderlein ist überzeugt: „Es geht immer darum, dass alle Regionen mitgenommen werden.“ Und ja, als Ministerin aus dem Osten schwingt da auch eine gewisse Landesliebe mit.
Die Überlegung, dass Deutschland die Fußball-Weltmeisterschaft 2038 oder 2042 ausrichtet, stößt bei Sportstaatsministerin Schenderlein auf viel Zustimmung. Besonders betont sie die Vorbildrolle Deutschlands in Sachen Werte, Offenheit und Nachhaltigkeit bei internationalen Sportereignissen. Medienberichte heben hervor, dass Deutschland derzeit als sportliches Gastgeberland sehr gefragt ist – zuletzt durch die Euro 2024, kommende Frauen-EM 2029 und die Option, künftig Olympische Spiele zu veranstalten. Kritische Stimmen verweisen darauf, dass eine WM auch Belastungen für Gesellschaft und Umwelt bedeuten könnte – Themen wie Korruption, Kosten und Nachhaltigkeit müssen beim Bewerbungsverfahren daher wirklich im Fokus bleiben. In aktuellen Beiträgen wird zudem die regionale Verteilung als politische Priorität benannt, insbesondere die stärkere Berücksichtigung Ostdeutschlands, um gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern und neue Impulse für die Sportlandschaft zu setzen.